Abschied von der Exklusivität?

Digitale Bücher aus den hauseigenen Verlagen werden exklusiv über Amazon vertrieben – weshalb Wettbewerber aus dem Buchhandel darauf verzichten, Amazons Print-Auskopplungen ins Regal zu legen. So war es bislang. Doch an den seit Monaten verhärteten Fronten sind jetzt Bewegungen zu beobachten.
Nach einem Bericht von „Publishers Lunch“ verkauft Amazon aktuell mindestens zwei Titel aus den Amazon Publishing-Verlagen über andere E-Book-Shops, darunter der Bestseller „The Hangman’s Daughter“ des Deutschen Oliver Pötzsch. Während der Listenpreis bei 9.99 Dollar liege, verkaufe Amazon selbst den Titel für 3,99 Dollar, Barnes & Noble für 8,99 Dollar und Apple für 9,99 Dollar.
Kürzlich habe Amazon angekündigt James Atlas‘ Mini-Biografien-Reihe (das Imprint heißt „Amazon Lives”) ebenfalls über andere digitale Retailer zu verkaufen. 
Anfang des Jahres hatte zunächst Amazons Wettbewerber Barnes & Noble sowie später auch Books-A-Million erklärt, keine gedruckten Bücher aus dem Amazon-Verlag in den eigenen Geschäften verkaufen zu wollen – vordergründig, weil sich Amazon bislang weigerte, die im eigenen Verlag erschienen Bücher in digitaler Form auch jenseits der Kindle-Plattform verkaufen zu lassen.
Auch der Print-on-Demand-Manager Aaron Rosenstein von der Amazon-Tochter Createspace hatte zuletzt im Interview mit buchreport.de angekündigt, auf Buchhändler zuzugehen, damit die eigenen Titel auch im stationären Sortiment angeboten werden (hier mehr).

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