Von Erben und Ehen

Etwa von 1926 bis 1976 ereignete sich eine der erfolgreichsten amateurdetektivischen Karrieren überhaupt: in 12 Romanen und 20 Kurzgeschichten steckte die rüstige, alte Dame Miss Marple ihre Nase in allerlei Angelegenheiten, die sie eigentlich nichts angingen und brachte es damit zu weltweiter Bekanntheit. Verantwortlich für die Figur war die britische Autorin Agatha Christie (1890 – 1976), die mit dem Meisterdetektiv Hercule Poirot einen weiteren berühmten Charakter der Literatur geschaffen hat. Ihr Roman „Und dann gabs keines mehr“ (Fischer) gilt zudem als meistverkaufter Krimi der Welt, 1945 wurde er verfilmt. 16 Jahre später wurde mit „16:50 ab Paddington“ (Roman bei Fischer) die erste „Miss-Marple“-Geschichte auf Zelluloid gebannt. In der Hauptrolle agierte Margaret Rutherford in ihrer Paraderolle, die das Bild von Miss Marple dauerhaft prägen sollte.

Zum Inhalt: Miss Marple beobachtet aus ihrem Zugabteil einen Mord in einem überholenden Zug. Die Polizei findet jedoch keine Hinweise und will ihr nicht glauben. Sie übernimmt die Sache also selbt und findet Spuren in Gleisnähe an einer Mauer des Landsitzes „Ackenthorpe Hall“. Um der Sache auf den Grund zu gehen, lässt sie sich dort als Wirtschafterin einstellen. Nach kurzer Zeit entdeckt sie eine Frauenleiche und wenig später sterben auch die ersten Mitglieder der Familie Ackenthorpe.

„16.50 ab Paddington“

am 17.6. um 20:15 Uhr auf Arte

Außerdem im Fernsehen:

„Die Ehe der Maria Braun“
ab 18.6. um 20:15 auf Arte

Der Film aus dem Jahr 1979 wirft einen pessimistischen Blick auf das Nachkriegsdeutschland. Hanna Schygulla spielt Maria Braun, deren Ehe zu dem Soldaten Herrmann (Klaus Löwitsch) durch den Weltkrieg unerfüllt bleibt. Sie arrangiert sich mit den Nachkriegsverhältnissen und lässt sich mit dem Industriellen Karl Oswald (Ivan Desny) ein, hält aber stets an der Liebe zu ihrem Mann fest.

Arte zeigt zum 30. Todestag Rainer Werner Fassbinders acht Filme des Regisseurs und Schriftstellers. „Die Ehe der Maria Braun“ war einer der erfolgreichsten Filme Fassbinders, der auch das Bild des Neuen Deutschen Films im Ausland prägte. Fassbinders literarisches Werk, das über ein Dutzend Theaterstücke umfasst, hat der Verlag der Autoren im Programm.

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