38 Mio. Euro Umsatz

Der Börsenverein hat zusammen mit GfK Panel Services seine E-Book-Studie von März 2011 fortgeschrieben und nähert sich wieder von verschiedenen Seiten der statistischen Erfassung der Digitalaktivitäten.

Die Verbraucher

Ein Zugang zum Markt ist das Einkaufsverhalten im populären Markt, das das GfK Verbraucherpanel bei Privatpersonen ab 10 Jahren erfasst. Für 2011 wurden für E-Books folgende Daten erhoben und berechnet:

  • Es gab 757.000 E-Book-Käufer (2010: 540.000).
  • Es wurden 4,7 Mio. E-Books gekauft (2010: 2 Mio.).
  • Die E-Book-Käufer haben durchschnittlich 6,2 E-Books gekauft (2010: 3,8 Stück).
  • Der Durchschnittspreis für ein E-Book betrug 8,07 Euro (2010: 10,40 Euro).

Das macht zusammengerechnet ca. 38 Mio. Euro E-Book-Umsatz (2010 hatte die GfK 21,2 Mio. Euro ausgewiesen). Im sog. Käuferbuchmarkt (ohne Schul und Fachbücher) wurden damit 2010 nach GfK-Rechnung ca. 0,5% des Umsatzes mit E-Books umgesetzt, jetzt liegt der Wert bei ca. 1%.

Die Verlage

Eine andere Rechnung fußt auf einer Expertenbefragung bei 348 Verlagen: Wie hoch war der E-Book-Umsatzanteil 2011 am Gesamtumsatz?

  • Im Mittel geben die Verlage 6,2% E-Book-Umsatzanteil (gegenüber 5,4% 2010) an.
  • 49% der befragten Verlage haben 2011 E-Books vertrieben (2010: 35%).
  • Die Zahl der aktiven Verlage steigt: 86% der Verlage planen E-Books ins Programm zu nehmen, ein Jahr zuvor waren es 78%.

Verbraucherpanel und der Umsatzanteil der Verlage passen deshalb nicht recht zusammen, weil bei der Verlagsbefragung auch Fachverlage mit ihren weiter gediehenen Digitalangeboten beteiligt sind. Die Börsenvereins/GfK-Studie war deshalb auch bereits beim Start aus methodischen Gründen kritisch rezipiert worden.

Der Buchhandel

Eine weitere Annäherung an den Markt erfolgt über den (stationären) Buchhandel. Wie hoch war der Umsatzanteil der E-Books (ohne Geräte) am Gesamtumsatz Ihrer Buchhandlung? Das hat der GfK Panel Service in 410 Sortimenten gefragt:

  • Der Durchschnittswert liegt bei 0,5% des Umsatzes (gegenüber 0,8% im Jahr 2010); der Rückgang liege daran, dass inzwischen mehr kleinere und mittlere Buchhandlungen E-Books führen, sagen die Forscher: Das drückt wohl den Schnitt.
  • 65% der Sortimente sind laut Befragung im E-Book-Markt aufgestellt.

Eine ausführlichere Darstellung und Analyse der E-Book-Studie lesen Sie im buchreport.express 23/2012, eine Marktprognose der Verlage und Buchhändler im buchreport.express 24/2012 (beide Ausgaben können hier bestellt werden).

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