Weiblich, romantisch, mittelalt

Der Anteil der Self-Publishing-Autoren auf den Bestsellerlisten nimmt weiterthin zu – ein Trend, den die „Kindle-Millionäre“ John Locke und Amanda Hocking befördert haben. Doch das Gros der Autoren, die auf eigene Faust publizieren, kann vom Schreiben nicht leben, zeigt eine aktuelle Studie.
Der „Bookseller“ berichtet von einer Befragung von rund 1000 Self-Publishing-Autoren durch den australischen Autoren-Dienstleister Taleist, nach der nur rund 10% der Autoren von ihren Schreib-Einkünften leben können. Weitere Ergebnisse:
  • Rund die Hälfte der Autoren hätten weniger als 500 Dollar im vergangenen Jahr verdient. 
  • Durchschnittlich hätten die Schriftsteller etwa 10.000 Dollar pro Jahr eingenommen.
  • Unter den Top-Verdienern seien zu 75% Frauen.
  • Das Durchschnittsalter der befragten Self-Publishing-Autoren liegt bei 40 Jahren.
  • Die Autoren, die sich mit Hilfe eines Agenten vermarkten, verdienten mehr als drei Mal so viel wie die Solisten.
  • Als erfolgreiches Genre identifiziert die Studie besonders das der Liebesromane.

Kommentare

3 Kommentare zu "Weiblich, romantisch, mittelalt"

  1. Martina Sevecke-Pohlen | 29. Mai 2012 um 18:00 | Antworten

    Alle weiteren Ergebnisse führen zur Ankündigung der Studie auf der Seite von Taleist. Dort ist nur wenig mehr zu erfahren als der buchreport hier verrät. Haben die Mitarbeiter sich nicht die Zeit genommen die Studie zu lesen? Ich habe sie gelesen und kann Ihnen sagen, dass da durchaus noch andere Ergebnisse aufgelistet werden, die eventuell den Staturs Quo durcheinander bringen würden.

  2. Georg Freiland | 26. Mai 2012 um 18:32 | Antworten

    Naja welche Autoren hat man da untersucht?
    Diesen Beitrag kann ich genau so bei Amazon als eBooks veröffentlichen und bin damit ein Autor. Wahrscheinlich bekomme ich langfristig sogar 5€, da sich jemand verklickt^^

    Oder mal ernst- da gibts genug Leute, die sonst nie auf die Idee gekommen wären, ein Autor zu werden- vielleicht nicht mit Forumsbeiträgen, aber mit Kurzgeschichten auf der eigenen Webseite. Natürlich bekommen diese Leute wenig Geld, wenn man sie abzieht, siehts doch ganz überraschend gut aus.

    Also ich bin fest davon überzeugt, dass online mehr Chancen gibt als im Printbereich. Zumindest für mehr Autoren.

  3. Na toll – jetzt wissen wir es ganz übergenau. SP bringt den Kollegen dieser Studie zufolge genauso viel oder weniger als Verträge mit Verlagen. Und das einzige, was offenbar wirklich funktioniert sind sexy gestylte Romanzen – offenbar ab und zu sogar solche ganz ohne Vampire.
    Wie umwerfend neu.
    Vor allem wenn man bedenkt das hier bei Buchreport noch vor wenigen Wochen behauptet wurde der durchschnittliche Ebook User sei männlich, zwischen 30 und 40 Jahre alt und etwas überdurchschnittlich gebildet. Na klar – DAS sind die Typen, die sdich RomCom-Titel en masse auf die iPads und Kindles schieben.
    Doch ich kenne etwa ein Dutzend Autoren, die auch im deutschen Sprachraum von ihren SP-Ebooks bereits leben können. Ich selbst gehöre übrigens dazu. Doch hat von diesen Kollegen wiederum mehr als die Hälfte weder bisher im Buchgeschäft gearbeitet noch je zuvor einen Agenten beschäftigt.
    Das einzige was ich für den deutschen SP Markt aus der Studie entnehmen konnte, war dass tatsächlich von Frauen verfasste Romanzen besser laufen, als andere Genre- Titel.
    Aber schon gut, das wir jetzt mal drüber gesprochen haben, dass SP sich offenbar eben doch nicht lohnt, liebes Buchreport-Team.

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