Rien ne va plus

Noch dieser Woche könnte das Rennen um die Übernahme des französischen Verlags Flammarion (hier mehr) abgewunken werden. Nachdem sich zuletzt das Feld der Interessenten gelichtet hatte, biegt nur noch Gallimard auf die Zielgerade. Ob Verleger Antoine Gallimard (Foto: LPLT / Wikimedia Commons) aber den Zuschlag erhält, steht in den Sternen.

Nach einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ hat sich das Duo aus Albin Michel und dem Finanzinvestor Chequers Capital aus dem Bieterverfahren zurückgezogen, weil das eigenen Angebot nicht aufgestockt werden solle – Flammarion-Eigner RCS MediaGroup hatte die Entscheidung zum Verkauf am 14. Mai vertagt, weil die Angebote aus Sicht der Italiener zu niedrig ausgefallen waren. Bleibt also nur noch Gallimard, der Verlag, der als erster sein Angebot auf den Tisch gelegt hatte. 

Laut „Les Echos“ erhofften sich die italienischen Eigentümer rund 300 Mio Euro, die beiden Kaufkandidaten wollten jedoch nur rund 200 Mio Euro zahlen. Gallimard habe jetzt eingewilligt, die Summe zu erhöhen. An diesem Freitag soll die Entscheidung getroffen werden, ob RCS MediaGroup einen niedrigeren Kaufpreis als ursprünglich erhofft akzeptiert – oder den Verkauf der französischen Tochter absagt.
Der Verlag Gallimard , der seit dem Rückkauf der Geschäftsanteile vor neun Jahren wieder von der Gründerfamilie kontrolliert wird, rangiert mit einem Umsatz von 241 Mio Euro (2010) auf Platz 8 der größten Verlagshäuser Frankreichs, einen Platz hinter Flammarion (278 Mio Euro). Eine Allianz würde Gallimard auf den dritten Platz im Ranking der größten französischen Verlage katapultieren, nach Hachette Livree (Lagardère) und Editis (Planeta, Spanien).

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