Frankfurter Nachzügler

Die Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB will den Markt für digitale Lesegeräte von hinten aufrollen und bietet jetzt auch einen E-Reader für Buchhändler an, deutlich später als die Konkurrenz aus dem Zwischenbuchhandel wie Libri oder KNV.

Zur Frankfurter Buchmesse 2011 hatte die MVB ihren ersten E-Book-Reader „Liro Color“ vorgestellt und für dieses Modell viel Kritik von den Mitgliedern einstecken müssen. Mit dem „Liro Ink“ bietet die Verbandstochter jetzt erstmals auch ein Gerät mit digitaler Tinte an. Die Details: 
  • Buchhändler können den neuen Reader bereits vorbestellen. Ausgeliefert wird das Gerät ab Mitte Mai. 
  • Das zweite Modell wurde ebenso wie der „Liro Color“ in Kooperation mit dem Hardware-Hersteller TrekStor entwickelt. Baugleich ist der E-Book-Reader Pyrus, der auch außerhalb des Buchhandels erhältlich sein wird. 
  • Endkunden bezahlen für den Reader 69,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Buchhändler erhalten den Liro Ink zum Einkaufspreis von 53,35 netto zzgl. Versandkosten. Damit steuert die MVB die Klasse der 60-Euro-Reader an, die Weltbild und Thalia schon seit 2011 besetzen.
  • Der „Liro Ink“ verfügt über ein 6-Zoll-E-Ink-Display und wiegt rund 200 Gramm. 
  • Mit dem internen Speicher von 4 GB können rund 4.000 E-Books auf dem Reader gespeichert werden (erweiterbar auf 32 GB). 
  • Der Reader hat kein WLAN oder UMTS. Die Inhalte werden per USB-Anschluss vom PC auf den Liro Ink geladen. Schließt ein Kunde den Liro Ink an seinen Rechner an, hat er automatisch Zugriff auf den Liro Online-Shop. 
  • Die E-Books werden von „Libreka“ geliefert. Buchhändler sollen für die E-Books „eine vergleichbare Marge wie beim Geschäft mit gedruckten Büchern“ erhalten. 
  • Käufer des Liro Ink erhalten ein E-Book geschenkt. Zur Auswahl stehen: T.C. Boyles Wenn das Schlachten vorbei ist“ (Carl Hanser), Taavi Soininvaaras Schwarz“ (Aufbau) oder „Generation Doof“ von Stefan Bonner und Anne Weiß (Bastei Lübbe). Außerdem liegen zehn Leseproben aus dem Carl Hanser Verlag auf dem Reader.

Kommentare

2 Kommentare zu "Frankfurter Nachzügler"

  1. Habe nach der langen Zeit nichts mehr von dem Produkt gehört! Der Markt regelt Sachen von selbst!

    Wir haben auch nichts verpasst!

  2. Georg Mühlberg | 24. April 2012 um 5:47 | Antworten

    Man verzichtet bewußt auf Funktionen wie WLAN und Touchscreen um den günstigen Preis zu ermöglichen. Anscheinend kommt auch nicht der Bildschirm von der Firma „eInk“ zum Einsatz, sondern billigere und wohl schlechtere Alternative.

    Aber- so ein Reader ist zum Lesen da, funktionieren die Kernfunktionen einwandfrei, kann das Gerät durchaus erfolgreich sein.

    Viellerser, die viel Umsatz generieren, erreicht man kaum mit LCD Readern, aber durchaus mit solchen Geräten.

    Ich hoffe die Firmware ist ausgereift und der Bildschirm ausreichend, dann wäre der Liro Ink wirklich ein großer Wurf.

    Ist man endlich aufgewacht?

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