Postskriptum: Authentische Augen

Der Schauspieler Daniel Radcliffe alias Harry Potter hat in einem Interview des britischen Magazins „Heat“ über seine Alkoholsucht gesprochen: Während der Dreharbeiten zu den Harry-Potter-Filmen sei er oft täglich betrunken gewesen. Radcliffe selber meint, in vielen Szenen sei bei genauem Hinsehen zu erkennen, dass er quasi „abwesend“ war und „tote Augen“ hatte. Einerseits natürlich schlimm. Andererseits verhalf vielleicht gerade das den Verfilmungen zu ihrem authentischen Charme, denn dann war er ja, wie passend, sozusagen ein „Todtrinker“.

Sonntag: Sechzig

Wieder einmal weitgehend unbeachtet von einer breiten Öffentlichkeit ist auch in diesem Jahr jener Sonntag ins Land gegangen, der im Kirchenjahr den schönen Namen „Sexagesimae“ trägt. Der leitet sich vom lateinischen „sexagesimus“ („sechzigster“) ab, weil besagter Sonntag der 60. Tag vor dem Osterfest ist. Weil das aber kein Schwein weiß, wäre es einen Versuch wert, den Namen in kommenden Jahren ohne weitere Erklärungen offensiv zu kommunizieren. Wäre dem Kirchenbesuch bestimmt zuträglich.

Sekretär: Schwitzend

Apropos Kirche. Hier ein hübscher Witz: Der Papst probiert mit seinen Kardinälen etwas Neues aus, sie gehen zusammen in die Sauna. Der Heilige Vater ist so begeistert. Am nächsten Tag sagt er seinem Sekretär, dass er direkt noch einmal in die Sauna gehen will. Da kriegt der einen roten Kopf und antwortet: „Das geht nicht, Eure Heiligkeit, in der Sauna ist heute gemischter Tag.“ Meint der Papst gut gelaunt: „Das macht doch nichts, ein paar Protestanten stören mich überhaupt nicht.“

Forscher: Findig

Mit einem interessanten Forschungsergebnis warten Wissenschaftler der australischen Universität Brisbane auf: Tests hätten ergeben, dass Sportfans die Leistungen „ihres“ Teams und der Gegner mit Hirnregionen beurteilten, die nicht bewusst gesteuert werden könnten. Die messerscharfe Schlussfolgerung: Die Fans seien nicht in der Lage, ihr Team objektiv zu beurteilen. Uff. Als nächstes untersuchen die Geistesriesen aus Brisbane bestimmt die spannende Frage, ob es nachts tatsächlich dunkler ist als am Tag und im Winter kälter als im Sommer.“

Eiszeit: Endlich

Apropos Winter. Zum Schluss noch eine kleine Betrachtung des großen Erich Kästner zu einem winterlichen Thema:

„Seien wir doch ehrlich:
Schlittschuhlaufen ist, wenn man
gar nicht Schlittschuhlaufen kann, 
nicht ganz ungefährlich.“

Da haben wir’s: Schon aus sicherheitstechnischen Gründen sollte jetzt endlich bald der Frühling kommen.

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