Amazons Vorhaben ist Alternative, Bedrohung oder Chance

Amazons Verlagsaktivitäten können je nach Standpunkt unterschiedlich bewertet werden, meint Andreas Falkinger (Foto), kaufmännischer Leiter bei Klett-Cotta
Für einen Teil des Buchmarktes kann Amazons Vorhaben eine Alternative, eine Bedrohung oder eine Chance darstellen – ja nach Standpunkt. 
Verlage zeigen ihre Stärken dann, wenn sie eine intensive, zuverlässige und die eigene Rolle zurücknehmende Betreuung der Autoren leisten. Wenn sie ihre Märkte, die oft auch Nischenmärkte sind, kennen und entwickeln. Wenn individuelle Lösungen für Marketing, Pressearbeit und Vertrieb möglich sind und wenn ein verlegerisch zukunftsorientierter, nicht allein auf kurzfristig realisierbare Renditen getriebenen Ansatz eine Chance hat. 
Autoren, Verlage und Leser werden die Entwicklung auf je eigene Weise bewerten und sich entsprechend verhalten. Ein Blick in andere Branchen zeigt zudem, dass der Zauber der „vertikalen Integration“ oft schnell verfliegt – bei allen Beteiligten. 
Wir dürfen gespannt sein, ob Autoren bei solchen Ansätzen auch Autoren bleiben dürfen oder ob sie zum Teil einer anonymen Lieferkette werden, die es zu rationalisieren und optimieren gilt.

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Die verlegerischen Aktivitäten von Amazon beschäftigen auch die deutsche Branche. buchreport.de hat sich umgehört und bringt die Einschätzungen in einer Serie. Joachim Kaps, Chef von Tokyopop Deutschland, geht davon aus, dass Amazon zunächst die Bestseller-Sahne des Buchmarkts abschöpfen will – weshalb der eigene Manga-Verlag nicht als erster betroffen sein werde. Mehr…  

 

„Neue Technologien sind zentral“

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