Keine Freude bei Thalia zum Fest

Für Thalia-Chef Michael Busch sind die quartalsweisen Wasserstandsmeldungen der börsennotierten Douglas-Mutter aktuell kleine Nadelstiche in Serie. Fürs Weihnachtsquartal des Einzelhandelskonzerns meldet Henning Kreke „zufriedenstellende“ Geschäfte. Doch das „Aber“ widmet sich erneut den Schwäche des Buchfilialisten. 
Nach Angaben aus Hagen wuchsen die Erlöse von Thalia im Weihnachtsgeschäft um gerade einmal 1,0% auf 321 Mio Euro – flächenbereinigt verlor der Filialist aber 0,7% der Erlöse. Besonders im Ausland (auf vergleichbarer Fläche: –3,6%) sanken die Thalia-Umsätze, während die deutschen Erlöse um 0,2% stiegen.
Für Thalia kam im Weihnachtsgeschäft erschwerend hinzu, dass die Onlinetochter buch.de, die in den vergangenen Quartalen die Bilanz der Hagener Mutter stets aufgehübscht hatte, ebenfalls schwächelte: Das in den Vor-Quartale stets zweistellige Plus schrumpfte auf 7,7% (hier mehr). Zusammengenommen steigerten die Thalia-Online-Shops den Umsatz sogar nur um 3% auf 45 Mio Euro.  
Als Ursachen der Thalia-Schwäche verweist Douglas erneut auf die Umsatzverschiebung aus dem stationären Handel ins Internet sowie die zunehmende Bedeutung von E-Books Mit Flächenoptimierungen, Untervermietungen und Standortschließungen sowie dem moderaten Ausbau der Nonbook-Sortimente steuere Thalia gegen.
Die gesamte Douglas-Gruppe steigerte die Erlöse im Weihnachtsquartal um 1,3% auf 1,2 Mrd Euro (ohne die veräußerten Parfümerien in Russland: +2,8%). Die Umsätze aller Douglas-Online-Shops legten um 21% auf 80 Mio Euro zu; ihr Anteil am Konzernumsatz erreichte rund 7%.

Mehr zur Krise der Filialisten im Dossier von buchreport.de

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