Keine Beifallsstürme

Die Ankündigung, dass mit McClelland & Stewart der renommierteste kanadische Publikumsverlag ab sofort zu Random House gehört, hat innerhalb der kanadischen Buchbranche und bei den nationalbewussten Medien keine Beifallsstürme hervorgerufen. Besonders umstritten ist die Tatsache, dass das Department of Canadian Heritage als zuständige Aufsichtsbehörde den Deal bereits vorab abgenickt hatte.
Unter dem Dach von Random House of Canada soll McClelland & Stewart  samt seinen Imprints New Canadian Library, Emblem Editions und Signal von seinem langjährigen Verleger Doug Pepper als eigenständiger Verlag weitergeführt werden. Dass keine Entlassungen geplant sind, besänftigt die aufgebrachten Gemüter nur wenig. Margie Wolfe, CEO des kanadischen Verlegerverbandes ACP, griff in Interviews zu markigen Worten: „Eine kulturelle Institution Kanadas wird zum Imprint eines multinationalen Konzerns in ausländischer Hand degradiert.“
Random House of Canada war bereits seit dem Jahr 2000 mit 25% an McClelland & Stewart beteiligt, die Mehrheitsanteile lagen bei der University of Toronto. Die Branchenikone verlegt u.a. mit Michael Ondaatje, Margaret Atwood und Alice Walker einige der prominentesten kanadischen Schriftsteller.

Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 4/2012 (hier zu bestellen)

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