Gewinnschwelle erreicht

Nachdem bereits bei den großen deutschen Onlinebuchhändler wegen des stark wachsenden E-Book-Geschäfts Sektflaschen geköpft wurden, zeigt sich auch der Börsenverein in Feierlaune. Die von Ronald Schild (Foto) geleitete Wirtschaftstochter MVB vermeldet ein „exponentielles Wachstum“ der E-Book-Umsätze über Libreka. Libreka liegt auch bei den eigenen Erlösen und Kosten laut Verband im Plan. Das hieße: Der Breakeven wurde 2011 erreicht.

Im vergangenen Jahr habe das Verbandsportal insgesamt 2,1 Mio Euro mit digitalen Büchern umgesetzt, ein Anstieg um das Dreißigfache. Die Dynamik sei daran erkennbar, dass noch im ersten Quartal des Jahres 2011 rund 50.000 Euro Umsatz mit E-Books erzielt wurden, in den drei Monaten bereits über 1,5 Mio Euro. Zusammen mit den über das Portal vertriebenen digitalen Hörbüchern (aus dem Bestand des übernommenen Shops Claudio) lägen die Erlöse bei über 2,6 Mio Euro.
Die Umsatzentwicklung über Libreka im Detail:
1. Quartal:  50.000 Euro
2. Quartal: 150.000 Euro
3. Quartal: 420.000 Euro
4. Quartal: 1,5 Mio Euro

Auf Nachfrage von buchreport.de erklärt eine Verbandssprecherin, man habe bei den Kosten und Erlösen von Libreka im vergangenen Jahr die Planzahlen „mit kleineren Abweichungen“ erreicht bzw. bei den Erlösen den Plan sogar leicht übertroffen.

Beim Branchenparlament im April 2011 hatte MVB-Chef Schild erstmals Zahlen zur Entwicklung von Libreka vorgelegt. Demnach lagen die Erlöse von 2006 bis 2010 bei 4,4 Mio Euro – bei Kosten von 4,7 Mio Euro. Der Breakeven sei 2011 geplant – und wurde somit laut MVB auch erreicht. 2012 werde bereits ein positives Ergebnis (599.000 Euro) erzielt, 2013 liege der Gewinn bereits bei 1,26 Mio. Euro. Und perspektivisch sei Libreka auch nicht mehr auf die VlB-Quersubventionierung angewiesen.

Die große Steigerungsrate beim E-Book-Umsatz sei repräsentativ für die rasante Entwicklung des gesamten E-Book-Marktes, lässt sich MVB-Chef Schild in einer Pressemitteilung zitieren. In diesem Jahr sei ein weiteres Wachstum zu erwarten, weil allein in den ersten beiden Januarwochen dieses Jahres bereits rund 400.000 Euro mit E-Books umgesetzt worden seien. 

Dies sei dem wachsenden Angebot an komfortablen E-Book-Readern geschuldet, darunter der von der MVB vertriebene Liro Color, der in über 500 Buchhandlungen erhältlich sei. Die Liro-Verkäufe beziffert die MVB auf Nachfrage von buchreport „im mittleren vierstelligen Bereich“. Im Advent wurden 2200 an Buchhandlungen ausgelieferte Lesegeräte gemeldet (hier weitere Zahlen der Konkurrenz und Stimmen aus dem Sortiment). 

In diesem Jahr will die MVB das digitale Geschäft weiter ausweiten und mit dem Cloud Reading den Partnern der Plattform neue Geschäftsmodelle wie Social Reading und Verleihmodelle für E-Books ermöglichen.

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