Douglas-Umbau: Konzeptionsphase“

Die Douglas AG hat in einer Adhoc-Meldung bestätigt, Gespräche mit Finanzinvestoren über eine Übernahme zu führen. Bisher lägen aber weder verbindliche Angebote vor, noch seien Struktur und Finanzierung einer etwaigen Transaktion geklärt. 

Zuvor hatte die deutsche Ausgabe des „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen Insider gemeldet, dass Douglas mit Investoren spreche (buchreport.de berichtete). Zu den drei angesprochenen Investoren zählten Apax sowie BC Partners

Die Gründerfamilie Kreke sei mit etwas mehr als 12% zweitgrößter Aktionär des Handelskonzerns, berichtet das „WSJ“. Weitere Großaktionäre seien die Oetker-Gruppe, die etwas mehr als ein Viertel an Douglas halte, sowie der Eigentümer der Drogeriekette Müller, Erwin Müller, mit rund 10%. 

Die Investorensuche nährt Spekulationen:

  • Die „Süddeutsche Zeitung“ (13.1.) mutmaßt, dass Kreke den Großaktionär Erwin Müller loswerden möchte (hier zu lesen). 
  • Die „Financial Times Deutschland“ (13.1.) berichtet, dass die Gründerfamilie Douglas zerschlagen will: Ziel sei, „dass sich Douglas künftig auf das Parfümeriegeschäft konzentriert und die anderen Teile wie die Buchkette Thalia und die Juwelierkette Christ verkauft“, erfuhr die FTD aus Finanzkreisen (zum Artikel).

Update: Henning Kreke, Vorsitzender des Douglas-Vorstandes, hat zum  „FTD“-Bericht folgende Stellungnahme abgegeben: „Wie bereits schon gesagt, befinden wir uns erst in der Konzeptionsphase, in der es darum geht, zu evaluieren, ob eine Transaktion überhaupt sinnvoll und machbar ist. Daher kann es auch keine Pläne geben, die Douglas-Gruppe zu zerschlagen. Bisher liegen weder verbindliche Angebote der verschiedenen Finanzinvestoren vor, noch sind Struktur und Finanzierung einer etwaigen Transaktion geklärt. Darüber hinaus kann derzeit noch nicht abgesehen werden, ob, wann und in welcher Form es überhaupt zu einer Transaktion kommt. Das Bestreben der Familie Kreke ist in jedem Fall langfristig ausgerichtet und zielt nicht darauf, kurzfristig den schnellen Schnitt zu machen.“

Öffentlich thematisiert worden war bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf die Eignerstruktur der Thalia Holding. Auf die Frage, ob sich die Familie Könneke (kaufte 1931 Thalia und hält aktuell 25%) von ihren Anteilen durch Ausübung einer Put-Option trennen werde, hatte Kreke erklärt, dafür gebe es aktuell keine Indizien.

Kommentare

1 Kommentar zu "Douglas-Umbau: Konzeptionsphase“"

  1. Wie schlecht muss das Thalia-Management sein, wenn selbst die höchsten Rabatte und darüber hinaus gehende Vergünstigungen nicht ausreichen, um eine erfolgreiche Bilanz abzuliefern? Aber mich beruhigt das, zeigt es doch, dass Egoismus alleine nicht zum Erfolg führt. Es braucht auch Werte – menschliche und transzendente – dazu.

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