Stöbern vor Ort

Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab. In den letzten zehn Jahren hat der stationäre Buchhandel 8% an Umsatz verloren. Mit dem E-Book wird sich die Lage weiter zuspitzen. Dabei haben stationäre Händler eine entscheidende Stärke, die sich auf den E-Book-Markt übertragen lässt, wie man schnell feststellt, wenn man Stoff für seinen E-Reader sucht. 

Wo kann man stöbern? Im Internet finden Kunden größtenteils, was sie gezielt suchen oder was Algorithmen, Interessen oder der Mainstream vorgeben. In der gut sortierten Buchhandlung vor Ort können sie unmittelbar Neues entdecken, stöbern und sich beraten lassen. 

Für digitale Bücher muss keine Präsentation neu erfunden werden oder auf Download-Karten übertragen werden. E-Books werden bereits in aller Pracht dargeboten: Über ihr gedrucktes Äquivalent. 

Mein Szenario: Ich finde in der Buchhandlung ein Buch und bezahle es an der Kasse. Wenn ich es als E-Book will, erhalte ich einen Code, mit dem ich es herunterladen kann. Alternativ funktioniert dies direkt über ein Smartphone und das Scannen des Barcodes. Die Buchhandlung wird über einen vorherigen Log-in (Stichwort „location based services“) automatisch mit dem Kauf verknüpft. Lieber als Geschenk? Dafür gibt es Bundles oder Grußkarten. 

Solange die Kunden noch in die Läden kommen, so lange können noch Lösungen entwickelt werden, die von der Stärke des Buchhandels profitieren. Wollen Sie Ihre Kunden weiterhin in fremde Gefilde ziehen lassen oder Orte voll Vielfalt und Entdeckungen schaffen, die kurze Reisen in die Nachbarstraße wert sind? Die Kundenbedürfnisse sind klar. Der Rest ist harte Arbeit. 

Kommentare

1 Kommentar zu "Stöbern vor Ort"

  1. Jörg Hopfgarten | 10. Januar 2012 um 18:59 | Antworten

    Naheliegend. Und schon seit Jahren sehnsüchtig erwartet – auch für Hörbuch-Downloads. Welcher Barsortimenter kommt mit einem attraktiven Modell um die Ecke? Denn es kann ja nicht Sinn der Sache sein, dass alle weiter ihr eigenes Süppchen kochen. Die bisherigen Angebote von Libri, KNV und Co. entsprechen jedenfalls noch nicht diesen Ansprüchen.

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