Jochen Krisch: Was macht das "Buch" der Zukunft aus?

Jochen Krisch: Was macht das "Buch" der Zukunft aus?

Das vergangene Jahr hat, nicht zuletzt auch getrieben durch iPad, Kindle & Co., viele neue und spannende eBook-Experimente gesehen: neue Lesegeräte, neue Veröffentlichungsformate, neue Vertriebsmodelle. Doch es fehlt noch an einer vernünftigen Infrastruktur.

Seth Godin fasst zusammen(„The last hardcover“):

„The ebook is a change agent like none the book business has ever seen. It cuts the publishing time cycle by 90%, lowers costs, lowers revenue and creates both a long tail and an impulse-buying opportunity. This is the most disruptive thing to happen to books in four hundred years. It’s hard for me to see significant ways traditional book publishers can add the value they’re used to adding when it comes to marketing ebooks, unless they get busy with #1.“

Was noch fehlt, ist eine vernünftige Infrastruktur:

„The ebook marketing platform is in its technical infancy. There are so many components that need to be built, that will. Ebooks are way too hard to give as gifts and to share. Too hard to integrate into social media. And the ebook reader is a lousy platform for discovery and promotion of new titles (what a missed chance). All that will happen, the road map is there, but it’s going to take commitment from Apple, B&N and Amazon.“

Momentan machen sich viele Buchhändler und Verlage vor allem Gedanken, wie sie eBooks in ihre bestehenden Strukturen pressen können. Aber das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Spannend wird es, wenn für elektronische Publikationen zeitgemäße Strukturen entstehen.

Die Musikbranche hat inzwischen Dienste wie last.fmPandoraSpotify,SoundcloudHypemachine und viele andere, die die Musikbranche in eine neue Zeit führen. neumusik berichtet regelmäßig darüber.

Noch hat sich für (Buch-)Texte nicht herausgemendelt, was überhaupt das richtige Format für „eBooks“ ist – und wo es sich ansiedelt zwischen frei zugänglichen und kostenpflichtigen Texten.

Wie weit wir von den endgültigen Formaten entfernt sind, verdeutlicht schon, dass sich das eBook schon dem Namen nach noch am überlieferten Buchbegriff orientiert. Spannend wird es eigentlich erst dann, wenn sich für elektronische Publikationen eine Begriffswelt etabliert, die sich nicht mehr an der Vergangenheit, sondern an den zukünftigen Möglichkeiten orientiert.

Der Medienwelt hat das zunächst schwer einzuordnende Blogformat neue Impulse gegeben, mit dessen Hilfe man plötzlich online – entgegen der traditionellen Gewohnheiten – sehr leicht und bequem von hinten nach vorne lesen konnte.

Wie können/werden eBook-Formate für längere Texte, Dossiers und/oder neue Roman- und Erzählformen aussehen?

Mehr dazu auch im Perlentaucher-Blog

Jochen Krisch ist Herausgeber des Weblogs Exciting Commerce, das die wichtigsten Entwicklungen im E-Commerce verfolgt.

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