Social Reading steigert den Absatz

Was LastFM (Internetradio mit sozialen Funktionen, mit denen Nutzer aufgrund ihrer Hörgewohnheiten neue Musik, Menschen mit ähnlichem Musikgeschmack und Konzerte in ihrer Umgebung empfehlen sollen) fürs Radio ist, soll Readmill fürs Lesen werden. In zwei Wochen öffnen die beiden schwedischen Gründer David Kjelkerud und Henrik Berggren ihren Dienst einem breiten Publikum. Und schon heute genießt das Duo ein großes Medienecho (hier ein Artikel von SPIEGEL ONLINE über Readmill).

Die beiden Schweden haben sich Berlin als Standort Ihres Start-Up ausgesucht, in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft von „Amen“, ebenfalls ein Social Network (hier), das im September startete (Funktionsweise: Ein Mitglied eine Aussage in den Raum à la „Berlin ist die schönste Stadt der Welt“; andere Nutzer können zustimmen – „Amen“ – oder ablehnen – „Hell no!“).

Im Videointerview mit buchreport.de (per Skype aufgezeichnet, deshalb ist die Bildqualität mäßig) erklärt Berggren, was sein Social Network von Angeboten wie Lovelybooks abhebt, was den deutschen vom schwedischen E-Book-Markt unterscheidet  und wie Verlage mit Social Reading Geld verdienen können.

Vor dem eigentlichen Start von Readmill – aktuell ist das Portal noch in der Beta-Phase – können 100 Leser von buchreport.de einen Blick hinter die Kulissen werfen und das Angebot testen. Dazu auf dieser „Invite“-Seite den Code „buchreport“ eingeben und den weiteren Anweisungen folgen.

Zu Readmill:

Der Dienst ist ein soziales Netzwerk für Leser von E-Books. Anders als z.B. bei Lovelybooks füllen die Nutzer nicht händisch die virtuellen Regale mit ihren Büchern, vielmehr werden die Nutzerprofile bei Readmill aus den Informationen des aktuellen Leseverhaltens der Mitglieder gespeist. Diese können E-Books Bücher im Epub-Format (aktuell nur ohne DRM!) in die iPad-App von Readmill importieren und mit ihrem Readmill-Konto verknüpfen. Anschließend publizieren sie Informationen zum Konsum der jeweiligen Lektüre auf ihrem öffentlichen Readmill-Profil: Welche Passagen findet der Nutzer interessant? In welchen Büchern liest das Mitglied aktuell? Welche hat es zu Ende gelesen? Welche Bücher hat es in den Streams anderer Nutzer als „interessant“ markiert? Die Benutzerprofile umfassen analog zu Twitter die Anzahl der Follower.

Somit ist Readmill eine dreistufige Software:

  • Lese-App von Readmill fürs iPad selbst, in die Mitglieder ihre E-Bücher importieren können.
  • läuft im Hintergrund in verschiedenen Lese-Apps
  • Web-Dienst mit Darstellung der Lesegewohnheiten

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