Business as usual

Als gäbe es rund um den Globus keine schwächelnden Buchmärkte, lief der Rechtehandel auf der Frankfurter Buchmesse auf vollen Touren. Das erweiterte Agentencenter in Halle 6.0 war voll besetzt, laut Veranstalter stieg die Zahl der Besucher um 11%. Auch bei der inoffiziellen „Vormesse“ in den großen Frankfurter Hotels waren freie Plätze von Sonntag bis Dienstag wie sonst auch Mangelware.
Sebastian Ritscher (Mohrbooks, Zürich): „Als Branchentreffpunkt ist Frankfurt nicht zu ersetzen.“

Befragt nach dem Messeverlauf waren sich deutschsprachige und internationale Literaturagenten einig, dass Frankfurt trotz der weltwirtschaftlichen Turbulenzen auf der Habenseite abgerechnet werden kann. Das Spektrum reichte von „überraschend positiv“ (Carole Blake, Blake Friedmann, London) bis zu „arbeitsam und unaufgeregt“ (Joachim Jessen, Thomas Schlück GmbH). Dass zusätzlich zum Blackberry-Ausfall zu Beginn der Messe allerdings im Agentencenter auch das WLAN bis in den Donnerstag hinein nicht funktionierte, kam bei vielen Besuchern nicht gut an.

Die ganz großen Lizenzknüller blieben aus

Wie schon im Vorfeld der Messe angekündigt, blieben die ganz großen Lizenzknüller aus, doch in der zweiten Reihe wurde teilweise „verbissen“ (Blake) verhandelt. Die meisten Großprojekte waren wie gehabt schon vor Frankfurt abgeschlossen worden, z.B. die Memoiren von Arnold Schwarzenegger (Deutsch bei Hoffmann und Campe) oder die Erinnerungen von Musiker-Legenden wie Rod Stewart (Heyne), Neil Young und Pete Townsend (beide Kiepenheuer & Witsch).

Ganz besonders hektisch waren die Frankfurter Tage für die schwedische Salomonssen Agency, die auch Jo Nesbø vertritt: Was international Rang und Namen hatte, stand für die Rechte an dem Dreiteiler „The Andalucian Friend“ von Alexander Söderberg an. Sechs Abschlüsse sind unter Dach und Fach, die deutschen Rechte sicherte sich Thomas Tebbe für Piper.

Auch in die andere Richtung gab es Lizenzabschlüsse. So sicherte sich der Penguin-Verlag Michael Joseph die englischsprachigen Weltrechte an Ferdinand von Schirachs Piper-Bestseller „Der Fall Collini“.

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