Bücher sind zu billig

Die „FAZ“ feiert in ihrer aktuellen Ausgabe (20.9.) das 50-jährige Jubiläum des Deutschen Taschenbuchverlags (dtv) und thematisiert Historie und Perspektiven von Verlag und Taschenbuch. Lesenswert ist besonders die Bilanz von dtv-Verleger Wolfgang Balk: Das „wahre Problem“ der Branche sei nicht etwa die Digitalisierung – sondern die Preispolitik der Verlage: Bücher seien viel zu billig. Innerhalb der letzten 50 Jahre hätten die Verlage die Preise nur moderat angehoben, besonders Hardcover-Titel seien „gigantisch unterkalkuliert“. Dies sei bedrohlich in einem Markt, der seit Jahren nur die Konzentration auf das Spitzenmarketing und einen qualitativ verflachenden Buchhandel kennt, so Balk.

buchreport berichtete wiederholt von den lebhaften Preisdiskussionen der Branche. In den vergangenen Jahren war vor allem bei Bestsellern noch „Luft nach oben“ gesehen worden. Auch in diesem Jahr verharren die Preise für Bücher nach buchreport-Erhebungen durchschnittlich auf Vorjahresniveau. Die Verlage haben zuletzt mit der Anhebung auf 99-Cent-Preise eher kosmetische Korrekturen vorgenommen, worüber die Buchhändler nicht glücklich sind, weil diese sie zu sehr an Discounterpreise erinnern.

Kommentare

1 Kommentar zu "Bücher sind zu billig"

  1. Das sage ich schon seit Jahren. Löhne, Nebenkosten, Versicherungen, Papierpreise etc. steigen seit Jahren. Die Buchpreise stagnieren. Die Kostenschere wird immer enger. Es ist mir nicht klar, wie bei dieser Preispolitik die Verlage rentabel arbeiten können.

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