Vorfreude in Stuttgart

Die Jury des Deutschen Buchpreises hat die Kandidaten fürs Halbfinale gekürt. Nach der Wahl der sechs Bücher für die Endausscheidung ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass am Ende ein Titel aus dem Holtzbrinck-Konzern das Rennen macht.

Drei der sechs nominierten Romane stammen von Holtzbrinck-Verlagen:

  • Jan Brandt: „Gegen die Welt“ (DuMont, August 2011)
  • Michael Buselmeier: „Wunsiedel“ (Das Wunderhorn, März 2011)
  • Angelika Klüssendorf: „Das Mädchen“ (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)
  • Sibylle Lewitscharoff: „Blumenberg“ (Suhrkamp, September 2011)
  • Eugen Ruge: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ (Rowohlt, September 2011)
  • Marlene Streeruwitz: „Die Schmerzmacherin“ (S. Fischer, September 2011)

„Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, und um das endgültige Ergebnis haben wir einen Tag lang hart gerungen“, erklärt Jurysprecherin Maike Albath, Journalistin bei Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur. Die Palette reiche von bundesrepublikanischen Anti-Idyllen bis zu Gesellschaftsromanen über die DDR.  In den vergangenen fünf Monaten haben die sieben Jurymitglieder 198 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2010 und dem 14. September 2011 erschienen sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2011 gehören neben Maike Albath an:

  • Gregor Dotzauer („Tagesspiegel“)
  • Ulrike Draesner (Autorin)
  • Ina Hartwig (freie Kritikerin)
  • Christine Westermann (Westdeutscher Rundfunk) und
  • Uwe Wittstock („Focus“).

 
Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2011 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Preisverleihung findet am 10. Oktober 2011 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.
 
Partner des Deutschen Buchpreises sind in diesem Jahr Paschen & Companie, die Stiftung der Frankfurter Sparkasse, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die Preisverleihung live im Rahmen von „Dokumente und Debatten“ auf den LW 153 und 177 kHz, der MW 990 kHz, als Livestream im Internet unter www.dradio.de sowie im Digitalradio DAB+.
 
Auszüge aus allen nominierten Romanen stehen über http://deutscherbuchpreis.libreka.de kostenlos zum Download bereit. Sie können auf einen Computer oder E-Book-Reader herunter geladen und dort gelesen werden. Ab Ende September 2011 werden zudem Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.signandsight.com präsentiert.

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