Die Verlagsindustrie ist gesund

Die US-Verlage haben in den beiden vergangenen Jahren entgegen dem Trend in der gesamten US-Wirtschaft ihre Umsätze steigern können. Dies ist das Ergebnis einer neuen Branchenstatistik, an der die Book Industry Study Group und der Verlegerverband AAP teilhaben. Entscheidend für den von „BookStats“ ermittelten Positivtrend waren die Erlöse mit traditionellen E-Books – Apps und angereicherte E-Books spielen kaum eine Rolle.
 
Wie die BookStats-Zahlen-Experten berichten, stieg der Umsatz der US-Buchverlage 2010 um 3,1% auf 27,9 Mrd Dollar; 2009 lag das Plus demnach bei 2,5%.

„Die Studie von BookStats zeigt, dass die Verlagsindustrie gesund ist und in einer Zeit des unerwarteten Wandels wächst“, erklärt Dominique Raccah, Chefin beim US-Verlag Sourcebooks und Vorsitzende des BookStats-Kommitees. „Verlage aus jedem Sektor der Branche haben signifikante Summen in Inhalte und Technologie investiert, um den Ansprüchen der Kunden besser gerecht zu werden. Diese Bemühungen decken sich mit den Resultaten, die wir jetzt vorlegen.“

Zu den guten Umsatzzahlen der Verlage hätten besonders digitale Produkte und E-Books beigetragen:

  • Der Umsatz von E-Books sei 2010 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 39% auf 1,62 Mrd Dollar gesteigert worden – der Marktanteil der digitalen Bücher liege bei knapp über 6% (zum Vergleich: 2008 bei 0,6%).
  • Für 2009 hat BookStats ein E-Plus von 29% ermittelt.
  • Bezogen auf E-Books, die nur aus dem Text bestehen, haben die Statistiker für 2010 sogar ein Plus von 201% festgestellt.
  • In der mittelfristigen Perspektive zeigt sich die Dynamik des E-Book-Marktes noch deutlicher: Von 2008 bis 2010 wuchsen die Umsätze mit E-Books um 1274%. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um 1040%.

Dämpfer erteilen die Statistiker den jüngsten Hoffnungsträgern im digitalen Bereich:

  • Bei angereicherten E-Books lag der Umsatz 2010 bei nur 14,3 Mio Dollar.
  • Auch im App-Bereich sind die Erlöse gering: Für das vergangene Jahr registrieren die Statistiker 0,6 Mio Dollar.
  • Schließlich sind die Bundles (gedruckte Bücher plus E-Book) mit 0,6 Mio Dollar schwach auf der Umsatz-Brust.

Weitere BookStats-Ergebnisse folgen im buchreport.express 33/2011 ab Donnerstag

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