Kindle geht eigene Wege

Als Apple im Juli 2011 die neuen In-App-Geschäftsbedingungen durchsetzte, schien es zunächst, als ob Amazon und Co. sich den neuen Richtlinien still und leise beugen – sie entfernten die Links zu ihren Web-Shops (hier mehr Infos); seitdem sind ihre Apps für Apple-Geräte reine Lese-Apps. Hinter den Kulissen aber feilen die E-Book-Händler an neuen webbasierten Lösungen.

Rückblick: Um an allen Käufen zu partizipieren, die aus den Apps heraus generiert werden (Apple behält standardgemäß 30% ein), forderte Apple zum Stichtag 30. Juni App-Anbieter auf, externe Links auf eigene Shops oder eigene Bezahlsysteme zu entfernen und ihre Inhalte ausschließlich über den App Store zu verkaufen.

Daraufhin entfernten Amazon, Google und Kobo die Verlinkung zu den eigenen Shops. Neue Bücher können seitdem nicht mehr direkt aus der App gekauft werden, sondern nur im Webshop der Anbieter.

Wie Techcrunch mit Begeisterung berichtet, hat Amazon inzwischen jedoch eine Alternative vorgestellt: den rein webbasierter E-Book-Reader Kindle Cloud Reader, der bereits online ist. Aktuell sei das webbasierte Angebot mit Unterstützung für die Browser Chrome und Safari zwar nicht für das iPhone optimiert, funktioniere aber auf iPads, PCs, Macs, Linux und den Chromebooks von Google. Die E-Books liegen ähnlich wie beim Google-Angebot in der Cloud.

Laut Techcrunch arbeitet auch Kobo an einer Web-App, um die neuen Richtlinien von Amazon zu umschiffen.

Hier Screenshots des Kindle Cloud Reader von Techcrunch:

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