Plakative Nische

Robert Stöppel (Foto), Inhaber der gleichnamigen Buchhandlung in Weilheim, betreibt seit einigen Monaten den Blog „buchplakat.de“. Seine Idee: Über die Präsentation von Buchplakaten eine Nische zu bedienen, die nicht mit Onlinebuchhandlungen und Buchbesprechungs-Blogs konkurriert. Auf buchreport.de präsentiert er seine Lieblings-Plakate (s.a. Bildergalerie am Ende des Artikels) und resümiert Sinn und Zweck der altbewährten Werbeform.

Haben Sie ein Lieblings-Plakat?

Ja (Abbildung links). Das Plakat – aber auch der Spruch – ist eigentlich ein Muss für jedes Kinderzimmer. Ich habe selber einen kleinen Jungen und eine Tochter, die beide viel lesen. Auch die Gestaltung des Plakats finde ich sehr ansprechend.

Angesichts der Vielzahl der Werbeformen: Machen Werbeplakate im Buchhandel überhaupt noch Sinn?

In jedem Fall. Die Plakate in der Buchhandlung werden von den Kunden wahrgenommen, wenn sie ansprechend präsentiert werden. Platz ist eigentlich auch immer. Wichtig ist, die Plakate zu wechseln und die Wände abwechslungsreich zu gestalten. Ich habe im Schnitt etwa fünf bis zehn Plakate in der Buchhandlung hängen.

Warum präsentieren Sie die Plakate jetzt auch online?

Buchplakat.de beruht auf einer spontanen Eingebung. Um einen überregionalen, buchbezogenen Internetauftritt zu erreichen, möchte ich mit meiner Internetseite eine interessante Nische bedienen und nicht mit den Onlinebuchhandlungen und Buchbesprechungs-Blogs konkurrieren. Die Idee: Auch Kunden, die nicht so oft in einer Buchhandlung sind und eher online einkaufen, sollen die Plakate zu sehen bekommen.

Wie hat sich die Qualität der Plakate entwickelt?

Die Qualität ist deutlich besser geworden – das fällt besonders im Bereich Jugendbuch auf. Die Zielgruppe der Jugendlichen ist mit Bestsellererfolgen wie „Harry Potter“, „Panem“ und Kerstin Gier immer wichtiger geworden. Die Jugendbuch-Cover werden schöner und aufwendiger gestaltet, und mit ihnen auch die Plakate, die sich meist stark an den Covern orientieren. Aber nicht alle Plakate werden nach „Schema F“ gestaltet, ein schönes Beispiel ist das Plakat für das Buch „Dackelblick“ (re.).

Wie sollten die Verlage ihre Werbemittel gestalten, damit sie im Buchhandel besser ankommen?

Natürlich wäre es ideal, wenn die Plakate mit dem Namen der jeweiligen Buchhandlung gedruckt würden, aber das wäre wohl zuviel verlangt. Ich habe eigentlich nichts zu meckern. Ein gutes Vorbild ist Diogenes und auch Suhrkamp, beide Verlage machen in der Regel sehr schöne Plakate.

Die Fragen stellte Lucy Kivelip.

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