Kobo braucht Koop

Im E-Book-Sektor richten sich alle Augen aktuell auf Deutschland. Nachdem der US-Kuchen offenbar weitestgehend verteilt ist (Amazon kontrolliert nach Schätzungen weiterhin über 60% des E-Marktes), scheint der hiesige Markt ganz oben auf der Wachstumsagenda der amerikanischen E-Experten zu stehen, wie das deutsche Europa-Debüt von Kobo zeigt. Doch auch wenn der Markt noch nicht so weit entwickelt ist wie der amerikanische und Verschiebungen der Marktanteile zu erwarten sind, bleiben die Herausforderungen für die Kanadier riesig.

Dass die Indigo-Books-Tochter die Aufholjagd startet, indem sie implizit ihre Vorteile gegenüber dem April-Deutschland-Debütanten Amazon hervorkehrt – angeblich größeres Angebot, offene Formate, Anbindung an Facebook & Co. –, ist ein kluger Schritt. Auch bei der Hardware (die laut Testberichten dem Kindle überlegen sein soll) und beim Image (Kobo ist wie das „Nook“-Programm von Barnes & Noble das Kind eines Buchhändlers) könnten die Kanadier bei deutschen Lesern punkten.

Stehen und fallen wird die Kobo-Offensive allerdings mit der Wahl eines Handelspartners. Die Marke ist hierzulande unbekannt, also ist die Kooperation mit einem der Einzelhandels-Filialisten essenziell, um erfolgreich die Multichannel-Karte spielen zu können – im angelsächsischen Raum kooperiert Kobo mit Retailern wie Walmart, Best Buy, Borders und WH Smith.

Neben der alles entscheidenden Retail-Starthilfe bleibt ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Zündet das von Google schon vor Monaten angekündigte, aber noch ausstehende E-Book-Programm? Und was bleibt für die kleineren Akteure dann noch abseits der Konzern-Tafel vom Buffet übrig?

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