Flexiblerer Arbeitseinsatz

Der stationäre Buchhandel steht enorm unter Druck: Um im Wettbewerb mit dem dynamisch wachsenden Online-Buchhandel zu bestehen, wird der Ruf nach optimalem Service und effizientem Einsatz qualifizierter Buchhändler laut. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen ein Drahtseilakt:

  • Die sinkenden Umsätze (–3% im vergangenen Jahr und auch im ersten Halbjahr 2011) lassen kaum Spielraum für Qualifizierung und Kreativität.
  • Die Schere zwischen einem schwachen ersten Halbjahr und starken zweiten Halbjahr (60% des Jahresumsatzes) scheint sich noch weiter zu öffnen.
  • Das Kundenaufkommen schwankt je nach Wetter, Wochentag und Tageszeit.

Um die Schwankungen kundenorientiert auszugleichen, streben Handelsmanager flexiblere Arbeitseinsätze an:

  • Im ersten Halbjahr schaufelt das Management Kapazitäten für die Folgemonate frei; am liebsten sähen die Arbeitgeber gesonderte Sommer- und Winterarbeitszeiten im Einzelhandel.
  • Teilzeitkräfte werden in nachfragestarken Monaten zu saisonalen Vollzeitbeschäftigten umfunktioniert.
  • Die Arbeitszeiten werden immer kurzfristiger geplant, teilweise mit einem Vorlauf von nur zwei Wochen.
  • Um flexibel auf Kundenfrequenzen und Umsätze reagieren zu können, setzen einige Filialisten auf Zeiterfassungssysteme und Arbeitszeitkonten.

Der (nicht auf den Buchhandel beschränkte) wachsende Flexibilisierungsdruck wird verschärft durch die in den letzten Jahren besonders auf Großflächen verkürzte Personaldecke.

Mehr zum Thema lesen Sie im aktuellen buchreport.express 28/2011 (erscheint am 14. Juli 2011).

Kommentare

1 Kommentar zu "Flexiblerer Arbeitseinsatz"

  1. Immer weniger Buchhändler auf den Flächen, so dass der Unternehmer immer mehr Geld einspart. Am Lohn wird sowieso schon gedrückt.
    Besonders flexibel sein, mit kurzfristigen Einsatzplänen (2 Wochen im Voraus). Klar, wer braucht schon ein Privatleben und Planbarkeit?
    Im Winter wenn sowieso schon extrem viel zu tun ist, noch mehr ackern.
    Und gibt’s dafür einen Bonus? Nein!
    Stattdessen wird immer weiter gekürzt und die Arbeitnehmer lassen sich immer weiter auspressen, wie eine Zitrone!
    Da hilft nur eines: sich wehren!

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