Postskriptum: Täuschender Titel

Suchbild: Was ist bei der Taschenbuch-Ausgabe des Kriminalromans „Der tibetische Verräter“ von Eliot Pattison (erschienen im Aufbau Verlag; unsere Abbildung zeigt links neben dem Cover den Buchrücken) falsch gelaufen? Kleiner Tipp: Auch in italienischen Flüssen lauern das Böse und die Hinterlist. Mitsuchen lohnt sich: Wer den Fehler findet, bekommt ein R gratis.

Sehnsucht: Strukturierend

Sehr hübsch schreibt Reinhard Mohr in der „Literarischen Welt“ über „Sehnsucht nach Leben“ (Adeo) von Margot Käßmann: „,Sehnsucht‘ avanciert hier zum Leitbegriff, der auch die Kapitel des Buches strukturiert: ,Sehnsucht nach Leben‘, ,Sehnsucht nach Stille‘, ,Sehnsucht nach Heimat‘, ,Sehnsucht nach Frieden‘, nach Kraft, Geborgenheit, Gott, Liebe und Trost, nicht zuletzt auch die ,Sehnsucht nach einem Engel‘. Während der Lektüre (…) mag sich der Leser freilich fragen, warum die Sehnsucht nach Urlaub ebenso wenig vorkommt wie die nach Ruhe vom Nachbarn im vierten Stock.“ Nur Geduld! Angesichts des Bestsellererfolges wird es bestimmt eine Fortsetzung geben.

Bote: Begrüßt

Den Lesern dieser Kolumne biete ich bekanntlich den Service, die tägliche Witze-Spalte der „Bild“-Zeitung für sie zu überwachen und das Auftauchen jedes passablen Scherzes sofort zu melden. Nach langer Zeit ist es jetzt mal wieder so weit: „Zwei Ratten sitzen vor dem Fenster. Eine Fledermaus fliegt vorbei. Da sagt die eine Ratte zu der anderen: ,Schau, ein Engel.‘“

Führer: Furzend

In der „FAZ“ ärgert sich Mark Siemons über das in Peking gegebene Theaterstück „Hitlers Bauch“: „Zwei metrosexuelle Wehrmachtsoldaten ziehen in eine Schlacht, die eher einem Liebesreigen gleicht, zwischendurch immer wieder Tanzeinlagen, und Hitlers Schwangerschaft stellt sich am Ende als Blähung heraus, die bloß einen Furz gebärt. Vor dem Suizid bittet Hitler seine Getreuen, ihn den Chinesen als Schweinefleisch zu verkaufen.“ Da sei „das Niveau, auf dem die Geschichte da als Vorlage benutzt wird, so fernab jeglicher Analyse und Kritik, dass man sich unweigerlich fragt: Wie ist das möglich?“, wettert Siemons. Ja, stimmt schon. Klingt aber trotzdem so, als wenn man bei der Aufführung eine Menge Spaß haben könnte.

Gespräche: Geheimnisvoll

Und dann war da noch mein siebenjähriger Neffe, der eines Nachmittags aus dem Kinderhort nach Hause kam und zu seiner Mutter sagte: „Mama, ich wäre auch gern ein Türke! Die können eine Geheimsprache.“

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