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Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2011 für Carlos Kleiber

Die bei Arthaus Musik erschienene und von Servus TV produzierte Dokumentation Carlos Kleiber – Traces to nowhere wurde mit einem der zwölf Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik 2011 ausgezeichnet. Das Porträt wurde erst kürzlich auf DVD veröffentlicht und ist die erste filmische Annäherung an den legendären Dirigenten.

Im Rahmen einer Filmvorführung überreicht Juror Helge Grünewald die Urkunde am 16. November 2011 um 18 Uhr im Hermann-Wolff-Saal in der Berliner Philharmonie.

In der Begründung der Jury heißt es:

Genie und Wahnsinn liegen im Künstlertum oft dicht beieinander. Doch kaum einmal werden ihre ekstatischen Momente so vortrefflich ins Bild gerückt wie bei Carlos Kleiber, dem Sohn des berühmten Pultstars Erich Kleiber. Rundum alles, was diesen Tatbestand ausmacht, wird in dem faszinierenden Filmdokument von Eric Schulz sichtbar. Bewundernswert und tragisch zugleich. Über Musik und Interpretation, nicht zuletzt auch darüber, welche phänomenalen Eigenschaften vonnöten sind, um als vergleichbare Ausnahmeerscheinung zu gelten, erfährt der Zuschauer in dieser Musikerdemonstration mehr als ihm jemals in Oper oder Konzert zuteil werden konnte. […] Jeder, der mit Carlos Kleiber musizieren durfte, wurde von der feurigen Energie seines Ingeniums, der exzessiv erzeugten atmosphärischen Spannung in Probe und Aufführung bedingungslos mitgerissen. […] (Auszug)

Der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik gilt als der wichtigste CD-/DVD-Preis in Deutschland und wird einmal jährlich von einer unabhängigen Fachjury aus führenden deutschen Musikjournalisten verliehen. Aufgabe des Preises ist es, „die Öffentlichkeit auf herausragende Aufnahmen des Tonträger- und Bildtonträgerangebots aufmerksam zu machen“. Die zwölf Gewinner des renommierten Preises wurden aus mehr als 100 Nominierungen ausgewählt.

Regisseur Eric Schulz begibt sich mit der Dokumentation Carlos Kleiber – Traces to nowhere auf die Spuren von Kleibers letzter Reise, die von seinem Wohnort München ins slowenische Bergdorf Konjšica führt, und zeichnet dabei mit Hilfe von Erinnerungen enger Freunde und Wegbegleiter sowie anhand rarer Archivaufnahmen das Leben des ebenso schwierigen wie genialen Dirigenten nach. Zu Wort kommen dabei unter anderem Plácido Domingo, Otto Schenk, Michael Gielen, Brigitte Fassbaender und Otto Staindl, aber auch die Schwester Veronika Kleiber, die exklusiv für diesen Film ihr erstes und einziges Interview gab.

Quelle: Arthaus Musik GmbH

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