Politik mit dem Preis

Im Kampf gegen die Preisbindung (hier mehr) stellt der Schweizer Medienhändler Ex Libris nun auch deutsche Verlage an den Pranger: „Wir werden von unserem deutschen Lieferanten und den Verlagen boykottiert“, heißt es auf der Internetseite der Migros-Tochter.

Hintergrund: Um das Geschäft mit deutschen E-Books anzukurbeln, wollte Ex Libris seinen Kunden 30% Rabatt auf alle deutschsprachigen E-Books gewähren. Knapp 50.000 E-Books hat der Händler nach Informationen der „NZZ“ normalerweise im Angebot, rund 25.000 wurden vom deutschen Lieferanten Ciando gesperrt. Daraufhin beschloss Ex Libris vorerst keine E-Books mehr anzubieten. 

Die Hoheit über Vertriebskanäle und Preise liege bei den Verlagen, erklärte Ciando-Sprecherin Ulrike Weissenbach der Schweizer Zeitung. Diese wiederum berufen sich auf die gesetzliche Buchpreisbindung: „Die Buchpreisbindung gilt in Deutschland auch für E-Books. Da unsere digitalen Bücher inzwischen weltweit angeboten werden, verlangen wir von allen Handelspartnern die Beachtung der gesetzlichen Buchpreisbindung für Deutschland“, erklärte Claudia Limmer, Kommunikationschefin der Verlagsgruppe Random House. Migros will nun nach eigenen Angaben prüfen, ob die Wettbewerbskommission eingeschaltet werden soll.

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