Wie entwickelt sich der Buchmarkt bis 2025?

Szenario 2025: Alle gedruckte Medien verlieren an Bedeutung. Fachbuchhandlungen werden verschwinden. Ebenso das Schulbuchgeschäft. Umsatzrückgänge werden mittels Paid Content ausgeglichen.

Die Vertreter der drei Sparten Matthias Ulmer (Verleger-Ausschuss), Heinrich Riethmüller (Sortimenter-Ausschuss) und Matthias Heinrich (Ausschuss für den Zwischenbuchhandel) haben den Wandel des Marktes auf den Buchtagen in Berlin in 55 Thesen umrissen und dies auf den Buchtagen 2011 vorgestellt.

buchreport stellt die Thesen zur Zukunft der Branche zur Diskussion. Stimmen Sie über die Thesen ab. Und schreiben Sie uns Ihre Meinung!

(Das Foto stammt aus einer Design-Skizze der Fachhochschule Anhalt in Dessau, hier mehr)

55 Thesen zum Buchmarkt 2025:

#umfrage:6#

Kommentare

5 Kommentare zu "Wie entwickelt sich der Buchmarkt bis 2025?"

  1. @René Kohl: Die Kommentare zu den einzelnen Thesen werden ausgeblendet, weil sie noch nicht redaktionell geprüft wurden. Ein entsprechender Hinweis steht nun auch in der Ergebnisliste. Wir werden die Kommentare später gesammelt veröffentlichen.

  2. Müller Lüdenscheidt | 15. Juni 2011 um 20:57 | Antworten

    Wieso macht man sich eigentlich Gedanken über ungelegte Eier in 14 Jahren? Vor 14 Jahren im Jahr 1997 wusste auch kaum jemand das Internet und seine für den Handel angenehmen Folgen (besser – Möglichkeiten) einzuschätzen. Warum wird nicht darüber diskutiert, wie sich der Buchhandel in den kommenden 5 Jahren entwickelt? Das wäre doch realistischer oder irre ich?

  3. Ehrhardt Heinold | 15. Juni 2011 um 17:26 | Antworten

    Natürlich, liebe Frau Dr. Redecker, haben Sie recht: Diese Thesen sind eine (viel zu lineare) Fortschreibung einer bestehenden Marktrealität. Diese Ausgangsbasis hatte Herr Ulmer ja auch deutlich gemacht. Die Innovativen in unserer Branche denken schon viel weiter. Ich selbst versuche mit dem Konzept vom Verlag 3.0 schon seit einigen Jahren, neue Wege zu denken.

    Dennoch bleibe ich bei meinem Grundlob: Endlich kommt aus dem „Bauch des BV“ der Anstoß zu einer längst fälligen Debatte. Die 55 Thesen sind eine gute Ausgangsbasis, sich nicht vor der Realität zu drücken, sondern Entwicklungen ohne Beschönigung zu benennen. Jeder Marktteilnehmer kann das nach eigenen Gusto ergänzen und dann seine Schlüsse daraus ziehen.

  4. Dorothea Redeker | 15. Juni 2011 um 17:02 | Antworten

    Die Zustimmung von Herrn Kohl und Herrn Heinold kann ich in diesem Zusammenhang nicht ganz teilen. So begrüßenswert eine Initiative des Börsenvereins ist, Thesen zur Zukunft der Branchenteilnehmer zu formulieren, so bedauerlich finde ich den Ansatz der Überlegungen. Hier wurde weitgehend nur linear fortgeführt, was bestehendes Zahlenmaterial hergibt, anstatt sich Gedanken jenseits tradierter Denkschemata zu machen und wirkliche Thesen zur Zukunftsfähigkeit des Buchmarkts zu entwickeln.
    Print und Digital gemeinsam – nicht als Parallelwelten – zu betrachten, den Nutzungsaspekt gegenüber dem Produktansatz in den Vordergrund zu rücken, sind dabei zwei mögliche Herangehensweisen, dem veränderten Kommunikations- und Leseverhalten in der Gesellschaft gerecht zu werden. Folgt man solchen Denkansätzen, so kristallisieren sich sehr unterschiedliche Möglichkeiten heraus, als Buchhandlung, Verlag oder Dienstleister erfolgreicher Marktteilnehmer zu bleiben. Verändern werden bzw. müssen sich Preis- und Nutzungsmodelle und die Diskussion, welche Angebote am Markt durchsetzbar und gleichzeitig mit den von der Buchbranche hochgehaltenen Rahmenbedingungen kompatibel sind, wird eine sehr spannende werden – und eine besondere Herausforderung für den Börsenverein.

  5. Ehrhardt Heinold | 15. Juni 2011 um 0:24 | Antworten

    Stimme Herrn Kohl zu: Tolle Initiative, mit sich der BV endlich vom bisherigen Wohlfühl-Konsens-Habitus verabschiedet. Ich kann fast allen Thesen zustimmen.

    Stimme Herrn Kohl aber auch zu, dass hier erst der Anfang für die Diskussion geleistet wurde. Die Veränderungen im Markt (siehe Fachinformation) schon so radikal, dass wir noch viel radikaler Denken und Formulieren müssen. Letztlich wird sich zeigen, dass die Welten immer mehr auseinanderdriften: Der „kleine“ Buchhändler und der internationale Fachinformationsanbieter haben schon heute fast keine Berührungspunkte mehr…

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