Den Veränderungsprozess aktiv gestalten

Nicht nur Branchenunternehmen und ihre Mitarbeiter sind von der fortschreitenden Digitalisierung betroffen. Auch die Hochschulinstitute, die das Buch im Schild führen, beackern Themenfelder, die weniger Gewissheiten als in früheren Zeiten enthalten. Wie sie den aktuellen Herausforderungen der Branche begegnen, erläutern Lehrende ab sofort in einer neuen buchreport-Serie. heute Heute bewerten Prof. Dr. Ernst-P. Biesalski und Prof. Dr. Randolf Dieckmann von der HTWK Leipzig die Perspektiven der Branche.

Die größten Herausforderungen für die Branche?

Die gesamte Medienbranche befindet sich in einem radikalen Veränderungsprozess, der uns seit Jahren beschäftigt und dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Die größte Herausforderung dabei: Diesen Prozess mitzugestalten, zu agieren, statt zu reagieren. Das vermissen wir derzeit bei vielen Verlagen, besonders aber im stationären Buchhandel.

Offenheit für neue Entwicklungen sollte selbstverständlich sein. Und ebenso selbstverständlich sollte sein, diese neuen Entwicklungen hinsichtlich ihrer Relevanz für die eigene Person und das Unternehmen kritisch zu analysieren. Findet das statt? Und wenn ja, sind wir dann auch mutig genug, Entscheidungen zu treffen?

Schließlich sollten wir alle Veränderungen als Chance und nicht als Risiko begreifen und auch so handeln. Wer immer nur auf die Risiken schaut, übersieht die Chancen. Das ist übrigens keine Altersfrage.

Mit welchen Ansätzen begleiten Sie die Entwicklung?

In persönlichen Kontakten mit Unternehmen, aber auch auf Messen, bei Kongressen, Tagungen und anderen Veranstaltungen sprechen wir mit Unternehmen und entwickeln gemeinsame Projekte. Das reicht vom Tagesseminar, in dem aktuelle Probleme mit Praktikern diskutiert werden, bis zur Entwicklung von umfassenden Marketingstrategien oder Businesspläne für Unternehmen unserer Branche. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das ein Semester umfassende Pflichtpraktikum, in dem die Studierenden die konkrete Situation im Unternehmen kennenlernen.

Wie schlägt sich das im Lehrangebot nieder?

Wir begleiten diese Entwicklung durch breit gestreute Lehrangebote wie etwa Medienmarketing, elektronisches Publizieren, Unternehmensgründung und -führung etc., wobei entsprechend unserem Studiengangprofil die betriebswirtschaftliche Perspektive vorherrscht. Hinzu kommen projektorientierte Vertiefungsmodule wie Kommunikationsmanagement oder Medien- und Marktforschung. Durch Ringvorlesungen wie etwa zu Social Media werden aktuelle Problemfelder aus der Sicht der beruflichen Praxis dargestellt und mit Studierenden diskutiert. Darüber hinaus beobachten wir genau, was in unserer und angrenzenden Branchen passiert. Das alles mit dem Ziel, dass die Absolventen dieses Studiums in ihrem späteren beruflichen Alltag bestehen können, die Chancen wie die Risiken erkennen und angemessen darauf reagieren können.

Alle Artikel der Serie:

  • Studiengang Buch- und Medienproduktion der HTWK Leipzig
  • Studiengänge Buchwissenschaft an der Ludwig-Universität München
  • Studienganz Buch- und Medienproduktion an der HTWK Leipzig
  • Buchwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität
  • Buchwissenschaft und Buchwirtschaft an der Universität Leipzig
  • Buchwissenschaft an der Uni Mainz
  • Mediapublishing an der Hochschule der Medien in Stuttgart

Aus: buchreport.magazin 5/2011

 

 

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