Keine Quod Libet

Die Hamburger Quod Libet ist auch in diesem Jahr abgesagt worden. Und aus heutiger Sicht ist zu bezweifeln, ob die Antiquariatsmesse jemals wieder an der Alster die Pforten öffnet.

Auf Anfrage von buchreport.de erklärte die Veranstalterin Frauke Luckwaldt, dass bis zum 15. Mai gerade einmal 13 Anmeldungen von Ausstellern eingegangen seien. Minimum seien 40 – in früheren Jahren seien oft 60 Aussteller angereist.

Die Rückmeldungen der Antiquare auf ein kürzliches Dialog-Angebot der Veranstalter seien sehr spärlich ausgefallen. „Wir schließen daraus, dass ein niveauvolles Messe-Forum im Norden seitens der Antiquare nicht gewünscht ist und insofern bleibt uns keine andere Möglichkeit, als die quod libet für dieses Jahr abzusagen.“

Ob es im kommenden Jahr einen neuen Versuch geben werde, hänge davon ab, ob die Antiquare dies wünschten. Mit Blick auf den in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur quod libet geplanten Antiquariatstag im Altonaer Museum beklagte  Luckwaldt, dass sie nicht einmal darüber informiert worden sei. „Hanseatisches Geschäftsverhalten ist das nicht.“ Zeigte sich aber offen für ein neues Konzept für die quod libet: „Einem Antiquariatstag liegt ein anderes Konzept zugrunde. Sollte dies in Hamburg gewünscht werden, so stehen wir für einen Dialog mit unseren Kunden sehr gerne zur Verfügung.“

Auch im vergangenen Jahr war die Hamburger Messe mangels Interesse von Ausstellern auf der Strecke geblieben. Worauf die Veranstalterin drastische Veränderungen beim Konzept der Messe ankündigte. Eine Senkung der Ausstellergebühren (Einstiegspreis 2010: 685 Euro) sei jedoch kaum möglich, erklärte Luckwaldt seinerzeit gegenüber buchreport.de:  „Senkt man die Preise noch stärker, ist ein hochwertiger Katalog nicht mehr möglich.“ Außerdem schätzten viele Aussteller, dass bei den Messen eben keine Flohmarktatmosphäre herrsche.

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