Abstrahieren, finden, aufbereiten

Die neue Berliner Veranstaltung Informare (3. bis 5. Mai 2011) will sich als Forum für Informationskompetenz positionieren. Organisator Arnoud de Kemp (Foto) beschreibt, wo er die Marktlücke einer weiteren Medienkonferenz sieht.

Immer mehr Medienkonferenzen, besonders zugespitzt Anfang Mai in Berlin: Erst das 8. Publisher’s Forum von Klopotek (2./3. Mai) und zeitgleich Ihre erste Informare. Wird die Schraube nicht irgendwann überdreht?

Die Firma Klopotek spricht vor allem, und zunehmend international, Hersteller und IT-Leute in den Verlagen an. Das machen die sehr gut. Wir machen etwas ganz anderes: Die Informare zielt auf „Information Professionals“, Menschen, die im Beruf und im Studium qualifiziert mit Fachinformationen umgehen müssen: Abstrahieren, finden, aufbereiten. Das sind vor allem Informationswissenschaftler, Informatiker, Bibliothekare, Marktforscher, Datenbank- und Technologieanbieter. Viele davon arbeiten auch in den Verlagen, bauen neue Dienste auf, entwickeln E-Books.

Die Nutzung von Information wird komplizierter. Wir müssen lernen, kritisch mit den neuen Technologien umzugehen. Alle Welt redet von Medienkompetenz. Wir sind jedoch der Meinung, dass Informationskompetenz viel wichtiger ist und künftig immer wichtiger wird. Man kann nicht alles Google überlassen.

Die Schwäche vieler Kongresse besteht darin, dass dieselben Referenten von Tagung zu Tagung weitergereicht werden…

Es gibt nur einen einzigen Referenten, den DFKI-Professor Andreas Dengel, der beim Publisher’s Forum ein Projekt vorstellt und bei der Informare die Dimension der semantischen Technologien in einem Vortrag und Workshop wissenschaftlich erklärt. Ansonsten gibt es keine Überschneidungen, auch nicht mit der AKEP-Veranstaltung im Juni.

Die Informare kooperiert mit vielen und vielseitigen Ausbildungen an den Universitäten/Hochschulen, mit der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI), der Gesellschaft für Informatik (GI) und der IuK Initiative Wissenschaft. Wir wollen bewusst die Studierenden ins Boot holen. Deswegen auch „Die lange Nacht der Suchmaschinen“ und das „Informare-BarCamp“.

Bei wie vielen Gästen liegt der Break-even?

Das hängt davon ab, wie viel wir essen und trinken werden (lacht). Ins Konferenzzentrum Café Moskau passen 700 stehende oder 300 sitzende Gäste.

Gibt es 2012 eine Fortsetzung?

Ja, wir haben das Café Moskau sogar schon für 2013 gemietet. Es gibt für die Informare keinen besseren Ort in Deutschland, und ich bin sicher, dass wir eine Konferenz benötigen, die sich ernsthaft mit der Qualität der Information und der richtigen Nutzung beschäftigt.

Die Fragen stellte Maria Ebert.

Kommentare

1 Kommentar zu "Abstrahieren, finden, aufbereiten"

  1. Arnoud de Kemp | 27. April 2011 um 22:29 | Antworten

    Ich kann noch ergänzen, dass wir heute früh die Marke 250 erreicht haben und jetzt in Richting 300 Teilnehmer gehen. Das bedeutet, dass das schöne „Moskau“ in Berlin-Mitte ein sehr lebendiger Platz für die „Wissensarbeiter“ wird.

    Grüße von Arnoud de Kemp

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