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Der Bericht eines Überlebenden von Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor im Atomkraftwerk Tschernobyl.
Ein völlig unbekannter Ort wurde zum weltweiten Begriff für das Geschehen des Undenkbaren. Tausende sind den mittelbaren Folgen des Unglücks zum Opfer gefallen, Hunderttausende tragen das Leid über die Zeiten hinweg.

Anatoly N. Tkachuk war mitten drin – im Geschehen und in der Strahlenhölle. Als für die Sicherheit verantwortlicher KGB-Offizier unternahm er mit drei anderen tapferen Männern einen Vorstoß in das Innere des Sarkophags, um die Wahrheit über den Zustand des Reaktors zu erforschen.

Nie wieder sind Menschen so tief in den Reaktor vorgedrungen wie A. N. Tkachuk und sein Team. Diese Menschen haben teuer bezahlt. A. N. Tkachuk hat als einziger überlebt.

Nach vielen Jahren bricht er jetzt sein Schweigen. In seinem Buch „Ich war im Sarkophag von Tschernobyl – der Bericht des Überlebenden“ erzählt er auf sehr persönliche Weise seine Geschichte. So entsteht ein fesselnder Bericht aus dem Innersten des atomaren Infernos, aber auch aus dem Innersten von Menschen, die das Überleben der Welt höher bewerten als das eigene.

Im Zentrum des Buches steht diese Gratwanderung zwischen Wahrheit und Verschweigen, zwischen Tod und Überleben. Der Autor zeigt aber auch, wie Systeme in ihrem Selbsterhaltungstrieb die Wahrheit zu unterdrücken versuchen, wie Entscheidungsprozesse zwischen Verantwortungsbewusstsein und Bürokratie ablaufen; er gibt Einblicke in die Auseinandersetzung der Großmächte und zeigt die Diskrepanz zwischen Konferenztisch und dem Schauplatz der Schattenkämpfe auf.

Dieses Buch ist aber keineswegs nur eine Abrechnung mit der Vergangenheit. Im Gegenteil. Die Rückschau soll unseren Blick schärfen, für das, was jetzt getan werden muss, um die tickende Zeitbombe Tschernobyl in den Griff zu bekommen, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern.

Denn Tschernobyl brennt noch immer. Der auf 20 Jahre angelegte Sarkophag zerbröckelt, Europas Grundwasser ist gefährdet. Der Autor richtet einen leidenschaftlichen Appell an alle, sich der gemeinsamen Verantwortung bewusst zu werden.

Anatoly N. Tkachuk weiß sich mit dem Friedensnobelpreisträger A. D. Sacharow eins in der Überzeugung „Der Fortschritt ist nur unter Kontrolle der Vernunft möglich und sicher.“

Sein Buch ist ein leidenschaftlicher, fast schon verzweifelter Appell an unser aller Vernunft und Verantwortungsgefühl. Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist.

Anatoly N. Tkachuk: Ich war im Sarkophag von Tschernobyl. Der Bericht des Überlebenden, Wien (styria premium), 2011, 320 Seiten, ISBN: 978-3-222-13337-4, Hardcover mit Schutzumschlag, 24,95 €

Quelle: Mediakontakt Laumer

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