Bitte mal freimachen, Herr Pommerenke

„Freiheit für Bücher!“, dies ist der Slogan, mit dem Karl-Friedrich Pommerenke mit seinem Literaturportal www.triboox.de neue Ideen für Autoren und literarische Trends voranbringen will. Was sich hinter dem triboox-Konzept verbirgt, erläutert der Gründer im buchreport-Startup-Check.

Ihr Konzept in drei Sätzen:
triboox.de ist ein interaktives Literaturportal, mit dem Ziel die Entstehung und Vermarktung neuer Literatur zu fördern: wir bieten Autoren die Möglichkeit, ihre Manuskripte kostenlos bei triboox einzustellen, Feedback sowie Tipps und Anregungen von Lesern und anderen Autoren zu bekommen und gemeinsam am eigenen Schreibtalent zu arbeiten.
Texte können als E-Book oder Buch kostenlos im unserem Online-Shop oder über den Zukauf einer ISBN über den stationären Buchhandel sowie Amazon verkauft werden, wobei der Autor die Höhe seines Autorenhonorars selbst bestimmt.

Ihr Einstieg in die Branche:
Unsere Ausgangsfrage bei der Entwicklung unserer triboox-Idee war: „Was passiert eigentlich mit all den vielen Manuskripten, die von klassischen Verlagen – aus welchen Gründen im Einzelfall auch immer – abgelehnt werden und es dann nicht bis zur Veröffentlichung für ein größeres Publikum schaffen?“ Die Branche weiß um die herben Enttäuschungen, die viele unentdeckte Talente im Literaturbetrieb einstecken mussten, wenn sie dieses „bottleneck“ nicht überwinden konnten.
Als Antwort auf diese Frage haben wir 2008 triboox entwickelt und in stetigen Entwicklungsschritten für Autoren und ihre Stoffe eine attraktive Plattform geschaffen, die den Dialog zu Nutzern und Lesern abseits der eingefahrenen klassischen Wege ermöglicht. Das war mein Einstieg.

Ihre erste morgendliche Tat im Büro:
Meine Mitarbeiter/innen trotz aller Hektik des Terminkalenders begrüßen – denn das Team ist der Schlüssel zum Erfolg – dann den Rechner hochfahren, Birkenstock-Büro-Schuhe anziehen, Kaffee holen und loslegen.


Ihr letztes Telefonat:
Abends rufe ich häufig meine Freunde oder meine Familie an. Mir ist der enge Kontakt und Austausch mit ihnen sehr wichtig.


Ihr Geheimtipp für Existenzgründer:
Die Vision & Mission sollte in einem aussagefähigen, überzeugenden Businessplan festgehalten sein. Ziel-, Strategie-, Finanz- und Entwicklungskonzept müssen präzise definiert sein. Die Zielerreichung sollte mindestens quartalsweise überprüft, analysiert und bewertet werden, und zwar ohne Schönfärberei. Erfahrene, sachorientierte und neutrale Beratung von außen kann gewinnbringend sein, wenn das Team davon in der eigenen Expertise profitiert. Freude, Spaß und das richtige Händchen bei der Personalwahl, das alles sind gute Voraussetzungen zum positiven Gelingen.

Ihre größten Stolpersteine:
Derzeit haben wir 50% des triboox-Konzepts umgesetzt. Für Ende April ist unser ambitionierter Relaunch terminiert. Wir haben im Vorwege die Anmerkungen und Wünsche unserer User gesammelt. Diese wurden dialogorientiert umgesetzt. Wir hoffen mit diesem Prozess alte „Stolpersteine“ beseitigt zu haben – wir sind auf das Feedback unserer Autoren sehr gespannt.

Ihre peinlichsten Bookmarks:Habe etwas Lustiges gefunden: http://kunden.ausderhoelle.de/


Was Google von Ihnen besser nicht wüsste:
Nichts. Da gibt es nichts zu verbergen. Alle Seiten sollten suchmaschinenoptimiert entwickelt sein. Das ist für ein Literaturportal wie www.triboox.de – auf dem Autoren selbstpublizierend tätig werden können – außerordentlich wichtig. Wir möchten doch, dass unsere Autoren und deren Bücher im www gefunden werden.



Ihr Unternehmen in fünf Jahren:
Wie gesagt, haben wir in etwa 50% des triboox-Konzepts erfolgreich umgesetzt. Mitte des Jahres machen wir erneut einen großen Entwicklungsschritt. Bis zum Ende des Jahres wird eine Vielzahl ambitionierter Teilziele umgesetzt sein.
Der Wandel der Internetbranche ist extrem rasant – schneller als die Veränderungen in jedem anderen Wirtschaftszweig. Das ist eine spannende Herausforderung – jeden Tag aufs neue. Alle Mitwirkenden hätten es verdient, wenn sich triboox in fünf Jahren zu einem international erfolgreich aufgestellten „User-Generated-Content Publisher“ entwickeln würde. Da bin ich aus heutiger Sicht sehr zuversichtlich.


Im buchreport Startup-Check kamen außerdem zu Wort
:

  • Andreas Stammnitz, Gründer von Puzzlemap
  • Michael Dreusicke, Gründer von Paux
  • Ulf Behrmann, Verleger des Jesbin Buchverlags
  • Andreas Köglowitz, Verleger des Unsichtbar Verlags
  • Klaus Schwope, Inhaber und Kreativdirektor von Nutcracker
  • Rainer Groothuis, Verleger der Groothuis, Lohfert Verlagsgesellschaft
  • Uta Grosenick, Verlegerin von Distanz
  • Sewastos Sampsounis, Verleger des Verlags Grössenwahn
  • Reginald Grünenberg, Mitgründer von Smart Media Technologies
  • Andre Schober, Gründer von Druckfrisches.de
  • Michael Romer, Mitgründer von Liviato
  • Peter Köbel, Gründer von Michason & May
  • Peter Graf, Walde + Graf
  • Cao Hung Nguyen, Mitgründer von Epidu

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