Content und Konferenzen

Es ist wohl kein Zufall, dass die Frankfurter Buchmesse pünktlich zum Start der London Book Fair ihr neues Profil skizziert:

  • Die Messe verstärkt einerseits neben dem klassischen Geschäft der Vermietung von Standflächen das eigene Angebot an Konferenzen: „The Frankfurt Academy“ heißt die neue Dachmarke, unter der die Frankfurter schon etablierte Veranstaltungen wie die Tools of Change (mit O‘ Reilly) und neue Konferenzen und Angebote bündeln und entzerren.
  • Um sich außerdem andererseits stärker als Content-Marktplatz aufzustellen, reservieren die Messeveranstalter das komplette Ergeschoss der Halle 6 dem crossmedialen Rechte- und Lizenzgeschäft (bisher abgeschottet auf Ebene 6.2).

Unter dem Motto „The Mind Network“ sollen acht Konferenzen sowie Kongresse, Seminare und Verlegerreisen zu einem Netzwerk des Ideenaustauschs formiert werden. Federführend für die Ausstellungs- und Messe GmbH organisiert Holger Volland, bis zum vergangenen Jahr Leiter Kommunikation und Marketing im Börsenverein, das Programm. Auf Anfrage von buchreport.de erklärt Volland, dass 60% der „Academy“-Veranstaltungen neu sind. Sie würden stärker übers Jahr verteilt, um der Branche einen ganzjährigen Austausch mit anderen Medienbereichen zu ermöglichen.

Das „Academy“-Portfolio der Frankfurter im Einzelnen:

  • Rights Directors Meeting: Konferenz zum Rechte- und Lizenzhandel  (11.10.2011)
  • StoryDrive: Konferenz für die Medien- und Entertainmentbranche (12 bis 13.10.2011)
  • Tools of Change: Konferenz rund um neue Technologien und Geschäftsmodelle für Verlage (11.10.2011)
  • Education Congress „Learning Moves“: Bildungs-Konferenz (14 bis 15.10.2011)
  • MetaData Conference: Konferenz zur Welthaltigkeit von Metadaten (neu, Oktober 2011)
  • LearnCon: Konferenz zum internationalen Bildungs und Lernmarkt (neu, Frühjahr 2012)
  • Publishers’ Launch: Veranstaltung in Kooperation mit dem US-Berater Mike Shatzkin (Oktober 2011)
  • Professional Programme Best Practice/New Ideas (12 bis 14.10.2011)
  • Exclusive Tokyo (Verlegerreise, noch kein Termin)
  • Publishers Trip to Asia (Verlegerreise, noch kein Termin)
  • Frankfurt Fellowship Programme: Förderung des internationalen Verlegernachwuchses (2. bis 16.10.2011)

Zum Angebot gehören neben den insgesamt rund 250 Veranstaltungen ausführliche Info-Materialien (u.a. als angereicherte E-Books) auch der Zugang zum „Alumni Network“ (Präsentationen, Videos) unter „My Book Fair“ auf der Webseite der Buchmesse, mit dem sich die Teilnehmer der Veranstaltungen ganzjährig informieren können.

Perspektivisch wollen die AuM-Manager ein Kombi-Ticket für alle „Academy-Veranstaltungen anbieten.

Neben der „Academy“ wollen die Frankfurter Messe-Organisatoren in diesem Jahr die Bedeutung des Content-Handels stärker herausstellen. Anlaufstelle ist die komplette, 7000 qm große Halle 6.0, in in der neben dem Agentenzentrum ein neuer Treffpunkt für Händler aus der Film, Games- und Buchbranche (StoryDrive Business Center) eingerichtet werden soll – ein Ort für crossmediale Rechte- und Lizenzgeschäfte und neue Formen der Kooperation über Branchengrenzen hinweg. Dritte Säule der Content-Ausrichtung ist das schon etablierte Rights Directors Meeting, das laut AuM weltgrößte Treffen der Rechtehändler.

„Wir sind die Content-Messe. Hier treffen sich die Veredler und Verwerter des Rohstoffs Inhalt, steckt Messe-Chef Juergen Boos die Claims ab. „Die Buchbranche sitzt auf einem Schatz an Inhalten.“ Und: „Inhalte sind der Rohstoff nicht nur für die Buchbranche, sondern auch für die Kreativbranchen wie Film und Games. Ohne Inhalte sind neue Technologien wertlos.“  

Perspektivisch listet Boos die neuen Fragen auf, die sich den Rechtehändlern stellten:

  • Wie gehen wir um mit Territorialität in Zeiten grenzenlosen Zugangs zu Content?
  • Mit welchen neuen Partnern für die Distribution werden wir uns bekannt machen müssen?
  • Welche Lösungen sind die besten zur Verwertung von Micro-Rights?
  • Was genau umfassen „Digital Rights“ – und was nicht?
  • Wie erleichtern wir den Transfer von Rechten in andere Branchen wie Film und Games, aber auch Merchandising?
  • Und: Woher kommt der Content von morgen, wie stellen wir seine zukünftige Produktion sicher?
  • Wie erzielen wir Qualität? 

Foto: Frankfurter Buchmesse

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