Perspektive für Clementine

Das Netzwerk der Literaturhäuser (literaturhaus.net) steht vor einer grundsätzlichen Entscheidung über seine künftigen Strukturen. Wie Netzwerk-Sprecher Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg) gegenüber buchreport erklärt, soll bei einem Treffen im Juni beraten werden, ob und wie der Kreis der Mitglieder künftig erweitert werden kann.

Den Anstoß dafür gab u.a. der Aufnahmeantrag des Wiesbadener Literaturhauses Villa Clementine. Dessen Leiterin Susanne Lewalter flatterte vor Kurzem eine Absage auf den Schreibtisch, mit der Begründung, dass „die Netzwerkmitglieder es gegenwärtig aus strategischen und konzeptionellen Gründen generell nicht befürworten, den Netzwerkkreis zu vergrößern“. In der Villa Clementine sorgte das trotz des Hinweises, es habe „nichts mit dem Programm oder der Präsentation Ihres Hauses zu tun“, für lange Gesichter.

Verständlich, meint Moritz: Die Situation sei „für alle Beteiligten unbefriedigend“. Hintergrund sei die Befürchtung der bereits aktiven Netzwerker, dass es ab einer bestimmten Größe schwierig werde, sich auf gemeinsame Projekte zu einigen. Die Frage, wie man auch im größeren Kreis handlungsfähig bleiben könne, müsse grundsätzlich geklärt werden.

Grund: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es nach Moritz’ Schätzung rund 15 weitere Literaturhäuser, die von Programm, Konzept und finanzieller Leistungsfähigkeit durchaus in das Netzwerk passen würden. Außerdem wollen die Netzwerker auch gleich die europäische Perspektive mitbedenken: Kandidaten für eine dauerhafte Zusammenarbeit sind u.a. Literaturzentren in Brüssel, Prag, Kopenhagen und London.

Netzwerk der Literaturhäuser e.V.

Entstanden aus der losen Zusammenarbeit deutschsprachiger Literaturhäuser bei Plakataktionen, Lesereisen und Ausstellungen, wurde der Verein 2008 gegründet.
Der Vorstand besteht aktuell aus Sprecher Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg), Stellvertreterin Birgit Peter (Literaturhaus Leipzig) und Schatzmeisterin Beatrice Stoll (Literaturhaus Zürich).

Gemeinsame Aktivitäten sind u.a. Aktionen wie „Literaturhaus bringt Poesie in die Stadt“, die Verleihung und Organisation des „Preises der Literaturhäuser“ und die Internet-Plattform literaturhaus.net.

Mitglieder sind derzeit elf Literaturhäuser: Berlin, Frankfurt, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Rostock, Salzburg, Stuttgart und Zürich.
Quelle: literaturhaus.net / buchreport

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