Stimmung getrübt

Das unsicherer gewordene internationale Umfeld und wachsende Inflationsängste haben im März für eine leicht getrübte Verbraucherstimmung gesorgt: Die März-Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ergeben, dass die Verbraucher im Vergleich zum Februar weniger Geld ausgeben wollen. Auch die Euphorie über den Wirtschaftsaufschwung wurde leicht gebremst.

Aufwärtstrend gestoppt

Die Anschaffungsneigung kann im März ihren Wert vom Vormonat nicht halten. Der Indikator verliert 4,6 Punkte und weist nun 34,3 Zähler auf. Dennoch wollen die Verbrauchen sehr viel mehr Geld ausgeben als im letzten Jahr: Im Vergleich zu 2010 stiegt der Index um 11 Punkte. Laut GfK ist die Konsumneigung der Deutschen demnach weiterhin auf gutem Niveau. Allerdings zeige die anziehende Inflation offenbar verstärkt Wirkung und sorge dafür, dass die Anschaffungsneigung zuletzt zwei Monate in Folge nachgegeben hat.

Konjunkturerwartung geht zurück

Nach geringen Einbußen im Vormonat muss auch die Konjunkturerwartung im März etwas stärkere Verluste hinnehmen. Das Minus in diesem Monat beträgt 7,6 Punkte. Mit aktuell 49,5 Punkten ist das Niveau laut GfK aber nach wie vor ausgesprochen hoch: Im Vergleich zum letzten Jahrlegte die Konjunkturerwartung immerhin um 45 Punkte zu.

Demnach sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiterhin klar im Aufwind, wenn auch die Euphorie zuletzt etwas gebremst wurde. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie rasant zunehmende Energie- und Rohstoffpreise sorgen laut GfK in erster Linie dafür, dass die überaus große Dynamik der Konjunktur in 2010 in diesem Jahr etwas nachlassen wird.

Einkommenserwartung leicht gesunken

Die gesunkene Konjunkturerwartung der Verbraucher wirkt sich im März auch bei den Einkommensaussichten aus. Jedoch fällt das Minus mit 2,4 Punkten vergleichsweise moderat aus. Somit weist der Indikator aktuell 40,5 Zähler auf. Das Plus im Vorjahresvergleich von 27 Punkten belegt zudem das weiterhin sehr gute Niveau der Einkommensstimmung.

Trotz der leichten Einbußen erwartet die GfK weiterhin, dass der private Konsum in diesem Jahr um etwa 1,5% zulegen wird.

Die Ergebnisse des Studie „GfK-Konsumklimas“ basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

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