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Digitale Strategie zahlt sich aus

Die weltgrößte Verlagsgruppe Pearson hat eine glänzende Bilanz für 2010 vorgelegt. Der größte Schub stammt aus dem digitalen Geschäft, das bereits fast ein Drittel der Konzern-Erlöse einspielt. Auch bei Wolters Kluwer entwickelt sich der Online-Anteil stark.

Während der Konzernumsatz um 8% auf umgerechnet 6,64 Mrd. Euro stieg, legten die Briten beim Gewinn vor Steuern sogar um 28% auf 786 Mio. Euro zu. Konzernchefin Marjorie Scardino bejubelte das „beste Jahr der Firmengeschichte“.

Details zu einzelnen Konzernsparten (hier die Pressemitteilung):

  • Im Buchbereich konnte Penguin mit neuen Titeln von Jamie Oliver, Barbra Streisand und Tom Clancy den Umsatz  um 2% auf 1,24 Mrd. Euro steigern; der operative Gewinn (bereinigt um Wechselkurseffekte) lag bei 124,3 Mio. Euro (+10%). Der Anteil des E-Book-Geschäfts (das 2010 beim Umsatz um 182% zulegte)  am Penguin-Umsatz liegt jedoch erst bei bei 6%.
  • Bei Pearson Education legte besonders die internationale Sparte umsatzmäßig zu (Umsatz: +16% auf 1,45 Mrd. Euro, operativer Gewinn: +10% auf 200,6 Mio Euro). In Nordamerika fiel das Wachstum schwächser aus (Umsatz: +5% auf rund 3,1 Mrd. Euro; Gewinn: +14% auf 550 Mio. Euro).

Mit Blick auf Penguin lobte Scardino die digitale Strategie des Verlags, der frühzeitig das Gros der Backlist digitalisiert und im Clinch mit Amazon das Agency-Modell durchgesetzt habe. Finanzenchef Robin Freestone bezifferte die Kosten der Pleiten von Borders in den USA und Angus & Robertson/Redgroup in Australien für den Medienkonzern auf rund 12 Mio. Euro.  

In diesem Jahr sei mit weiteren Verwerfungen in der Buchbranche zu rechnen, zum einen durch die Digitalisierung, zum anderen durch den daraus resultierenden Druck auf den stationären Handel.

In der vergangenen Woche hatte auch der niederländische Verlagskonzern Wolters Kluwer (im buchreport-Ranking der weltgrößten Buchkonzerne zuletzt auf Platz 4) einen deutlichen Ergebnisanstieg präsentiert. Der Umsatz lag mit 3,56 Mrd. Euro um 4% über dem Vorjahreswert, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 7% auf 727 Mio. Euro. Besonders wachstumsstark auch hier: elektronische Medien. (hier die Meldung)

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