Autor vor Umsatz

Da weder Unterlassungsansprüche gestellt, noch die Plagiatsvorwürfe von der Universität Bayreuth bestätigt wurden, könnte die viel diskutierte Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg zurzeit ohne rechtliche Konsequenzen weiterverkauft werden. Dennoch verzichtet der Berliner Verlag Duncker & Humblot auf den Verkauf der E-Book-Version.

Auf Anfrage von buchreport.de bestätigte der Verlag, dass die Druckauflage von 400 Exemplaren ausverkauft sei und die E-Book-Version von den Plattformen entfernt wurde. Dies sei die logische Konsequenz, da der Autor vorübergehend auf seinen Doktortitel verzichtet habe. Unabhängig davon gelte die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen sei: „Für uns ist die Prüfung der Uni Bayreuth die maßgebliche Instanz, nicht von außen angetragene Vorwürfe“, sagte Geschäftsführer Florian Simon der Nachrichtenagentur dpa. „Eine Arbeit wird an einer renommierten Universität wie Bayreuth nicht zwei Mal mit ‚Summa cum laude’ bewertet, wenn Zweifel an der wissenschaftlichen Exzellenz bestehen.“ Ob das E-Book wieder verkauft werde, hänge von der Prüfung der Universität Bayreuth ab.

Mitstreiter der Internetplattform Wikia haben inzwischen auf 267 Seiten der Doktorarbeit (rund 70% des Gesamttextes) Textstellen gefunden, die als Plagiate gelten sollen (zur Übersicht).

Foto: Karl-Theodor zu Guttenberg

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