Wer die Wahl hat, kauft

Der Umsatz mit E-Books stieg nach Angaben der „Association of American Publishers“ (AAP) im letzten Jahr um 164,4% auf 441,3 Mio Dollar (umgerechnet rund 325 Mio Euro) im Vergleich zum Vorjahr (166,9 Mio Dollar bzw. 129 Mio Euro). Die tatsächlichen Umsätze werden noch höher sein, da nicht jeder Verlag an die AAP berichtet.

„Da immer mehr Formate entwickelt und angeboten werden, haben die Verbraucher eine größere Auswahl. Diese starken Verkaufszahlen reflektieren die Anstrengungen der Verleger und die Resonanz der Leser auf diese“, kommentiert Tom Allen, Geschäftsführer des Verlegerverbandes, die Entwicklung.

Die Umsatzentwicklungen in den USA:

  • Gesamtumsatz: Über alle Formate hinweg stieg der Umsatz der Verleger im Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4% auf 1,58 Mrd Dollar. Über das ganze Jahr stieg der Umsatz um 3,6% auf 11,67 Mrd Dollar im Vergleich zu 2009.
  • Hörbuchmarkt: Besonders das Geschäft mit Hörbüchern entwickelte sich erfreulich: Die Umsätze mit digitalen Hörbüchern stiegen im letzten Jahr um 38,8% auf 81,9 Mio Dollar (gegenüber 59 Mio Dollar in 2009). Dies ging zulasten materieller Hörbücher: Der Umsatz mit CDs sank um 6,3% auf 137,3 Mio Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
  • Kinder- und Jugendbuch: Der Umsatz mit Kinder- und Jugendbüchern stieg zwar im Dezember um 4,5 % für Taschenbücher (auf 48,9 Mio Dollar) bzw. 0,2 % im Hardcover-Bereich. Im Gesamtjahr aber sank der Umsatz mit Taschenbüchern für Kinder um 5,7 % bzw. 9,5% für gebundene Ausgaben.
  • Bücher für Erwachsene: Ähnlich entwickelte sich der Umsatz im Erwachsenenbereich: Während die Dezember-Umsätze mit Taschenbüchern um 23,1% (auf 148,2 Mio) bzw. im Hardcover-Bereich um 4,5% stiegen, sanken selbige im Jahresdurchschnitt um 5,1% bzw. 2%.
  • Digitale Bücher: Die Umsätze mit E-Books stiegen im Dezember letzten Jahres um 164,8% gegenüber dem Vorjahresmonat. Allein im letzten Monat des Jahres setzten die Verleger somit 49,5 Mio Dollar mit E-Books um. Gegenüber 2009 stieg der Umsatz um 164,4 % auf 441,9 Mio Dollar. Somit machen E-Books inzwischen 8,32% des Buchmarktes aus (2009 waren es noch 3,2 Prozent, s. Tabelle).

* Nicht jeder Verlag berichtet an AAP, somit werden die tatsächlichen Umsätze höher sein.

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