Wie ein politischer Thriller

Verlage und Buchhändler können sich schon jetzt über das große Interesse der Medien am Thema Wikileaks freuen, landen doch die vielbesprochenen Werke häufig in den Bestsellerlisten. Am vergangenen Donnerstag erschien die erste deutsche Biografie (Scorpio Verlag) über Wikileaks-Gründer Julian Assange, begleitet von großen Berichten in der „Bild“, in der „Süddeutschen Zeitung“, in der „Zeit und im „Berliner Kurier“.

„Dieser Mann beschäftigt das Weiße Haus, die Staatsanwaltschaft, Klatschspalten – und jetzt auch die Buch- und Filmindustrie“ schreibt die „Bild“ (23.1.) über Julian Assange und kündigt die zahlreichen Bücher rund um das Thema an:

  • Die erste Biografie des Plattform-Gründers ist jetzt im Scorpio Verlag erschienen. „Bild“ und „Berliner Kurier“ (21.1.) geben die Sicht der Autoren in Kurzfassung wieder, die in den Vergewaltigungsvorwürfe keine politische Verschwörung sehen. Vielmehr könne es sein, dass Assange „auch im Umgang mit Frauen nicht versteht, dass Nein auch Nein heißt“. 
  • Am 24. Januar erscheint das Buch „Staatsfeind Wikileaks“ der SPIEGEL-Redakteure Marcel Rosenbach und Holger Stark bei der Deutschen Verlags-Anstalt. Der SPIEGEL hat am 24. Januar einen Auszug aus dem Buch veröffentlicht, Andrian Kreye von der „SZ“ kommentiert: Die Geschichte des Wikileaks-Gründer lese sich „wie ein politischer Thriller“ (22.01.). Rosenbach und Stark schafften es, die komplexe und fremde Welt der Hacker lebendig werden zu lassen und gewährten einen Einblick in die internen Quellen bei Wikileaks. Das Werk habe „das Zeug, zum ersten deutschen Grundlagenwerk zu diesem Thema zu werden“.
  • Dass die Debatte um Wikileaks erst angefangen habe, könne man erahnen, wenn man die Textsammlung „Wikileaks und die Folgen“ (edition suhrkamp) lese. Aus den den Texten und Meinungen der letzten Monate wurde ein repräsentativer Querschnitt destilliert, der das Phänomen „von allen Seiten“ beleuchte. „Die Lektoren haben sich bemüht, die Waage zwischen Möglichkeiten und Gefahren für Medien, Politik und digitale Kultur zu halten“, resümiert Kreye.
  • Am 11. Februar folgt „Inside Wikileaks“ (Econ Verlag) von Ex-Wikileaks-Mitglied Daniel Domscheit-Berg. Doch der Titel klinge „in etwa so verlockend wie ‚Mein Leben als Rennfahrer im schnellsten Wagen der Formel 1’ oder ‚Meine Nacht mit Gunter Gabriel an einem der gefährlichsten Tresen der Welt’ beschwert sich Markus Heidmeiner im Blog der „Zeit“.
  • „Der endgültige Abräumer aber kommt dann im April“, kündigt Heidmeier bei Zeit online die Autobiografie von Assange an: Das Buch soll bei Kiepenheuer und Witsch erscheinen (buchreport berichtete), zeitgleich bei anderen internationalen Verlagen.
  • Vergangene Woche kündigten die Produzenten Michelle Krumm und Barry Josephson einen Film über Assange an, wie das Filmmagazin Empire berichtet. Grundlage soll die Biografie des Journalisten Andrew Fowler sein, die in diesem Jahr erscheinen soll und zurzeit noch geschrieben wird. 

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1
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Carlsen
2
Fitzek, Sebastian
Droemer
3
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Ullstein
4
Ferrante, Elena
Suhrkamp
5
Beckett, Simon
Wunderlich
28.11.2016
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