100. Todestag eines Meisters


Die Medien ehren den Autor Wilhelm Raabe, der heute vor 100 Jahren starb. Die „SZ“ hebt besonders seinen Roman „Stopfkuchen“ hervor, die „FR“ die Erzählung „Im alten Eisen“. „Stopfkuchen“ sei zwar erzwungene Schullektüre gewesen, habe es dann aber doch stilistisch geschwätzig, aber bautechnisch fugenlos in die Schülergehirne geschafft. Die Woche mit „Stopfkuchen“, die so langweilig begonnen hätte und in ein Rechenexempel mündete, habe viele der Schüler fit gemacht für die meisten Anforderungen der literarischen Moderne. Wer hier einmal durchgegangen sei, den hätten später kein William Faulkner, kein Arno Schmidt, kein Vladimir Nabokov, ja nicht einmal Joyce so recht mehr schrecken können. Philosophisch sei Raabes kleiner, riesengroßer Roman so dicht vernäht und eng gestrickt wie nur die allerbesten Exemplare dieses dehnbaren Genres. Inzwischen sei Raabes Meisterschaft in einer nicht abreißenden Kette brillanter literaturwissenschaftlicher Untersuchungen bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet worden. „Stopfkuchen“ wird ab heute in 15 Episoden im Radio vorgelesen (NDR Kultur, 22 Uhr).
„SZ“ (S. 14), fr-online.de

BÜCHER & AUTOREN


Melinda Nadj Abonji: Die Trägerin des diesjährigen Deutschen Buchpreises hat auch den Schweizer Literaturpreis erhalten.
„FAZ“ (S. 34)

Chinua Akebe: Der kenianische Autor, dessen Roman „Okonwo oder Das Alte stürzt“ seit 1958 zum erfolgreichsten afrikanischen Buch wurde, wird 80 Jahre alt.
„FAZ“ (S. 36)

Heinrich Böll: Der „Focus“ hinterfragt, wer sich für die am Mittwoch erscheinende Werkausgabe der „moralischen Instanz der alten Bundesrepublik“ interessieren soll.
focus.de

Eckart Conze: Das Buch „Das Amt und die Vergangenheit“ über deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik hat zu einem Streit innerhalb der „FAZ“ zwischen Politik- und Feuilleton-Ressort geführt.
SPIEGEL (S. 171)

Ralf Dobelli: Der Schriftsteller schreibt in der „FAZ“ über das Phänomen des „Verfügbarkeits-Fehlers“, der entsteht, weil wir uns die Welt analog zur Einfachheit vorstellen, mit der uns Beispiele einfallen.
„FAZ“ (S. 34)

Ralf Maier: Der Frankfurter Schriftsteller erhält für seinen Roman „Das Zimmer“ den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2010.
welt.de

Friederike Mayröcker/Andrea Grill: Die Wiener Autorin Mayröcker erhält den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2011 für ihr Werk „ich bin in der Anstalt“. Den Förderpreis erhält die Nachwuchsautorin Grill für ihr Buch „Das Schöne und das Notwendige“.
„SZ“ (S. 14)

Kate und Garry McCann: Die Eltern der seit drei Jahren vermissten Maddie wollen mit einem Buch erreichen, dass der Fall ihres vermissten Kindes doch noch aufklärt wird.
welt.de

Harry Potter: Hermine Granger/Emma Watson ist erwachsen geworden und liefert den Medien pünktlich zum Start des ersten Teils des neuen „Harry Potter“-Films auch abseits der Leinwand Schlagzeilen.
„SZ“ (S. 4)

Marcel Proust: arte zeigt ein Porträt, das Reichtum und internationale Bedeutung von Prousts Schaffen in Gesprächen und nachgespielten Schlüsselszenen beleuchtet.
arte, 10.15 Uhr

Charlotte Roche: Die Autorin gibt dem SPIEGEL in einem Interview Einsichten in ihre Sozialisation und die Gründe für ihre Teilnahme an der Anti-CASTOR-Demonstration.
SPIEGEL (S. 154)

Patrick Salmen: Der Wuppertaler überzeugte vor 2000 Zuschauern in Bochum als Sieger beim Finale der 14. Deutschen Meisterschaften im Poetry Slam.
welt.de

Thilo Sarrazin: Der Ex-Bundesbanker hat einige Passagen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ in der Neuauflage geändert. Diese betreffen vor allem die behaupteten genetischen Voraussetzungen von Einheimischen und Zugewanderten.
„SZ“ (S. 6), welt.de

Alice Schwarzer: Heute nimmt sich der SPIEGEL der Auseinandersetzung der Feministin mit Familienministerin Kristina Schröder an. Schwarzer kämpfe dabei auch um ihr Lebenswerk.
SPIEGEL (S. 151)

Jean Staborinski: Der Literaturwissenschaftler, dessen Studien, so die „FAZ“, einen großen Teil zu Rousseaus Neuverankerung in der modernen Literatur beigetragen hätten, wird 90 Jahre alt.
„FAZ“ (S. 36)

Norbert Wehr: Erstmals ging der seit 1986 vergebene Literaturpreis Ruhr nicht an einen Schriftsteller, sondern an den Essener Literaturwissenschaftler, Kritiker und Verleger.
„FAZ“ (S. 34)

MEDIEN & MÄRKTE


Medienfusion: Die angeschlagene US-Zeitschrift „Newsweek“ fusioniert mit der Website „The Daily Beast“. „Newsweek“ war erst im August an den Hifi-Unternehmer Sidney Harman verkauft worden.
„FTD“ (S. 7), „Handelsblatt“ (S. 55)

Zeitungsmarkt: Konstantin Neven DuMont sei nach Insiderinformationen als möglicher Erbe des drittgrößten deutschen Zeitungsverlages längst entmachtet, schreibt der „Tagesspiegel“.
tagesspiegel.de

SZENE


Edinburg: Die „NZZ“ wirft einen Blick auf die Autorenszene in der traditionsreichen schottischen Literaturhauptstadt. In der Unesco City of Literature treffen sich die Autoren auch abseits großer Anlässe regelmäßig.
nzz.ch

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