Zweifelhafte Anonymität

Konstantin Neven DuMont steht im Mittelpunkt eines handfesten Disputs mit Stefan Niggemeier, Blogger und „FAZ“-Mitarbeiter. Der Medienmanager soll nach Niggemeiers Ansicht belegbar monatelang unter verschiedenen Pseudonymen Blogs kommentiert haben. Auch die IP-Adresse lasse vermuten, so Niggemeier, dass die Bemerkungen von Neven DuMont kämen. Es gäbe Bemerkungen, die ihm „skrupellose Methoden“ vorwerfen und ihn unter anderem einen „Menschenrechtsverachter“ nennen. Mehr als 100 Aliasse listet er auf, die alle vom selben Rechner aus geschrieben haben sollen und sich sogar untereinander unterhielten. Die „FTD“ kommentiert, dass es in jeder Posse einen Dummen geben müsse, in diesem Fall sei das der Verleger. Laut Neven DuMont hätten zwei Personen aus seinem Umfeld Zugriff auf seinen Rechner gehabt, diese müssten die Kommentare geschrieben haben. „Ich habe sie darum gebeten, keine weiteren Einträge unter meiner Mailadresse zu veröffentlichen.“ Gestern habe der Verlag nachgelegt, die Vorwürfe seien haltlos. „FTD“: Wenn beide, Neven DuMont und Niggemeier, die Wahrheit sagten, führe das wiederum zu der Frage: Wer greife da gegen den erklärten Willen von Neven DuMonts auf seinen Rechner zu? Wie auch immer die Antwort darauf ausfallen möge, in einem habe Niggemeier wohl recht: „Es ist eine bizarre Geschichte.“
„FAZ“ (S. 31), „SZ“ (S. 15), „FTD“ (S. 28),ftd.de, Niggemeier (Blog),

VERLAGE


Matthes & Seitz/L’Arche Éditeur: Die beiden Verlagshäuser erhalten den diesjährigen, mit 20.000 Euro dotierten Prix de l’Académie de Berlin für ihr Engagement zur Pflege und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
„FAZ“ (S. 25)

Vitolibri: Verleger Vito von Eichborn hat einen neuen Verlag gegründet, der Werke rund um die Insel Mallorca veröffentlichen soll.
„FAZ“ (S. 27)

BÜCHER & AUTOREN


Theodor Geisel/Dr. Seuss: Von dem Mann, der in Amerika unter Pseudonym schrieb und über 100 Millionen Bücher verkauft hat, sind bei einer Aktion überraschende Notizen und Skizzen aufgetaucht, darunter ein Entwurf für ein Bilderbuch.
„FAZ“ (S. 27)

Ralf Rothmann: Der Schriftsteller erhält den mit 20.000 Euro dotierten Walter-Hasenclever-Preis der Stadt Aachen.
„SZ“ (S. 14)

Joanne K. Rowling: Die Schöpferin der Harry-Potter-Welt hat in Odense den ersten Hans-Christian-Andersen-Literaturpreis, dotiert mit 67.000 Euro, entgegengenommen. Sie wurde als „Artverwandte“ des großen Märchendichters geehrt.
nw-news.de

SZENE


Google-(Ver-)Dichtung: Die amerikanische „Flarf“-Bewegung hat aus einem Scherz eine neue Form der Dichtkunst entwickelt, die Suchmaschinen-Zufallstreffer zur Basis einer eigenen Schöpfung macht.
„FAZ“ (S. 29)

Worte ohne Sex: Der Ex-Premierminister und Neu-Autor Tony Blair ist für den diesjährigen „Bad Sex in Fiction Award“ nominiert. Die „Welt“ stellt fest, dass die deutsche Literatur an anzüglichen Schilderungen verarmt.
welt.de

Literaturnobelpreis: Die „Welt“ schreibt darüber, wofür überhaupt deutsche Literaten den Nobelpreis erhalten hätten – ihre Sprachkunst sei es nicht immer gewesen.
welt.de

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