Buch und Film kongenial vereint

„Das letzte Schweigen“ nach der Regie von Baran Bo Odar und „The private lives of Pippa Lee“ nach der Regie von Rebecca Miller sind die zwei besten internationalen Literaturverfilmungen 2010. Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, hat die Auszeichnungen gestern Abend im Rahmen der Gala des Hessischen Film- und Kinopreises in der Alten Oper Frankfurt verliehen.

Boos über die ausgezeichneten Filme: „Mit ’Das letzte Schweigen’ nach dem Buch von Jan Costin Wagner ist dem jungen Regisseur Baran Bo Odar eine äußerst verstörende und dichte Verfilmung gelungen, welche die Geschichten von Tätern und Opfern sehr subtil zueinander in Beziehung setzt. Bei ‚Pippa Lee’ hat uns nicht nur beeindruckt, dass es ein sehr atmosphärisch erzählter Film ist, dem es gelingt, den Roman in eine wunderbare Bildsprache zu übersetzen. Uns hat auch fasziniert, dass es sich hierbei ganz und gar um das Werk Rebecca Millers handelt. Sie ist gleichzeitig Autorin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Das Zusammenspiel der Branchen Buch und Film wird hier auf ganz neue Art verdeutlicht.“
 
Inhalt der beiden ausgezeichneten Filme:
 
„Das letzte Schweigen“ nach Jan Costin Wagner:
Kommissar Kimmo Joentaa ermittelt im Fall eines vermissten Mädchens. Die 13-jährige Sinikka kommt nicht nach Hause. Ihr Fahrrad und ihre Tasche werden genau an der Stelle gefunden, an der vor 23 Jahren ein anderes Mädchen, Pia, vergewaltigt und ermordet wurde. Im Laufe des Filmes nähern sich die Leben von Opfer und Täter von damals und heute immer weiter einander an. Ein beklemmender Psychokrimi.
 
„Das letzte Schweigen“ nach Jan Costin Wagner; Drehbuch Baran Bo Obar; Regie Baran Bo Odar; Darsteller: Ulrich Thomsen, Wotan Wilke Möhring, Kathrin Sass; erschienen bei Eichborn Berlin.
 
„Pippa Lee“ nach Rebecca Miller
Oberflächlich betrachtet führt Pippa Lee das perfekte Leben: Sie hat einen erfolgreichen Mann, zwei reizende Kinder, ist beliebt bei Freunden und Bekannten. Nach einem Umzug mit ihrer Familie zeigt die perfekte Fassade jedoch erste Risse. Denn: Ist Pippa Lee nicht eigentlich eine ganz andere Person? Verrückt, aufmüpfig? Pippas Vergangenheit drängt mit Macht an die Oberfläche, bis sie sich schließlich auf die Suche nach dem für sie richtigen Leben begibt.
 
„Pippa Lee“ nach Rebecca Miller; Drehbuch Rebecca Miller; Regie Rebecca Miller; Darsteller: Robin Wright, Winona Ryder, Alan Arkin, Monica Belucci, Julianne Moore u.a. Erschienen bei S.Fischer und Farrar Straus and Giroux US (Holtzbrinck).

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