Im Literaturbetrieb zum Außenseiter geworden

Der Autor Wolfdietrich Schnurre besitze keinen Platz mehr in unserem literarischen Gedächtnis, beschwert sich die „SZ“. Durchblättere man Literaturgeschichten nach seinem Namen, stoße man auf ihn nicht als einen Meister der Kurzgeschichte, also als eigenständigen Autor, sondern nur mehr als anekdotische Figur. Er sei derjenige gewesen, der als erster Autor auf einer Tagung der Gruppe 47 vorgetragen habe. Schnurre habe zudem lange Zeit seiner engagierten Haltung wegen als der Schulbuchautor schlechthin gegolten.

Sein Herz habe immer den Außenseitern gehört. Im Literaturbetrieb der Bundesrepublik sei Schnurre mehr und mehr selber einer geworden. Dass sich etwas an der Nichtbeachtung des Autors, der am 22. August neunzig Jahre alt geworden wäre, durch die Neuauflage vieler seiner Werke im Berlin Verlag ändern wird, bleibe zu wünschen, sei aber fraglich.

„SZ“ (S. 14)

VERLAGE

Buchknappheit: Herder und DVA haben im Sarrazin- und Heisig-Geschäft zu knapp kalkuliert, sie kommen mit dem Nachdrucken der Sachbuch-Bestseller nicht hinterher. Die „SZ“ schimpft, dass das Geschäft mit der Sorge laufe.
„SZ“ (S. 14), buchreport.de

Bertelsmann: Auf drei Extraseiten ermöglicht die „FTD“ in einer sogenannten „Verlagsbeilage“ ein kritikfreies Bild der Bertelsmann-Gruppe zu ihrem 175-jährigen Geburtstag. Dabei unter anderem eine Geschichte über Random House als „größter Magnet für Schriftsteller“. Das „Handelsblatt“ berichtet von der Feier in Berlin.
„FTD“ (S. 39–41), „Handelsblatt“ (24/79)

BÜCHER & AUTOREN

Elke Heidenreich: Die Autorin lässt die Leser in der „FAZ“ in ihrem Tagebuch an Erfahrungen in China teilhaben.
„FAZ“ (S. 33)

Thomas Kapielski: Der Schriftsteller und Künstler erhält den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2011.
„SZ“ (S. 14)

John Henry Newman: Papst Benedikt will an diesem Sonntag den englischen Kardinal, Dichter, Romanautor, Reformer und Univeralgelehrten seligsprechen.
„SZ“ (S. 12)

Barack Obama: Ein angeblich vor seiner Präsidentschaft verfasstes Kinderbuch „Of Thee I Sing: A Letter to My Daughters“ wird im November bei Alfred A. Knopf erscheinen. Das Honorar wird Kindern von getöteten oder verwundeten Soldaten zugutekommen.
„SZ“ (S. 14)

Oskar Pastior: Herta Müllers Schriftstellerkollege, mit dem zusammen sie das ausgezeichnete „Atemschaukel“ begann, war der Securitate verpflichtet, wie eine schriftliche Erklärung belegt.
„SZ“ (S. 1)

ONLINE

Werbemarkt: Die deutschen Zeitungsverlage streiten sich über die Erfolgsaussichten von Onlinewerbung. Burda beklagt geringe Erlöse, Springer freut sich über das Potenzial.
„FTD“ (S. 8)

MEDIEN & MÄRKTE

Zahlungsverkehr: Die jetzt neu ausgegebenen Kreditkarten sollen angeblich sicherer sein; sind sie aber nicht, wie Wissenschaftler der Uni Cambridge schon lange herausgefunden haben.
FAZ“ (S. 34)

SZENE

Literaturfestival Berlin: Die „SZ“ begrüßt den chinesichen Autor Liao Yiwu beim 10. Internationalen Literaturfestival Berlin und berichtet vom Eröffnungsabend mit einem Vortrag von Juan Goytisolo.
„SZ“ (S. 14)

Wolfenbütteler Bibliothek: Der Tresorraum der Bibliothek beinhaltet rund 12.000 Bände von unschätzbarem Wert. In Zukunft können Wissenschatfler die Sammlung, die einmal als „achtes Weltwunder“ galt, online einsehen.
„FAZ“ (S. 8)

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