Rezensieren kann nur ungerecht sein

Vor dem Lesen komme das ausführliche Blättern, schildert die „Frankfurter Rundschau“ den naturgemäß ungerechten Prozess, bevor es zum Lesen eines später rezensierten Buches kommt. Vom Blättern werde aber kaum geschrieben. Dabei entscheide sich hier, womit der Rezensent sich beschäftigen wird. Der Zeitungsleser, der Autor gar, der eine Kritik ungerecht finde, mache sich selten eine Vorstellung davon, wie winzig diese Ungerechtigkeit sei, angesichts des Gemetzels, das vor jeder ernsthaften Lektüre schon beim Blättern stattfinde. Je länger man blättere, desto schwieriger sei es für ein Buch, wahrgenommen, für interessant befunden zu werden. Man spüre dabei, wie ungerecht man wird. Vor allem aber wisse man ja auch, dass es nicht nur ungerecht, sondern auch dumm sei. Denn es gebe nichts, das nicht – unter diesem oder jenem Gesichtspunkt – interessant sein könnte. Was uns auf Anhieb gefalle, sei gerade nicht das Neue, sondern das, was uns entspreche.
fr-online.de

BUCHHANDEL


Kauftrends: Die „SZ“ bereitet in Kurzform die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels herausgegebenen Zahlen („Buch und Buchhandel in Zahlen“) auf. Danach kaufen die Deutschen unter anderem weniger Ratgeber- und mehr Kinder- und Jugendliteratur.
„SZ“ (S. 13)

BÜCHER & AUTOREN


Fogwill: Der argentinische Schriftsteller, der ohne seinen Vornamen Rodolfo Enrique genannt werden wollte, ist mit 69 Jahren gestorben. Er sei vielleicht nicht der beste Schriftsteller von allen gewesen, glaubt die „FAZ“, aber andererseits viel besser, als er selbst in kunstvoller Untertreibung über sich gesagt habe.
„FAZ“ (S. 30)

Stieg Larsson: Das US-Remake der „Millennium“-Trilogie wird mit Daniel Craig und der unbekannten Schauspielerin Rooney Mara besetzt. Diese hat Scarlett Johannson beim Casting abgehängt.
„SZ“ (S. 9)

SZENE


Reiseschriftsteller: Die „FAZ“ wirft einen Blick über die Grenze und berichtet, wie französische Zeitschriften Reiseschriftsteller sehen.
„FAZ“ (S. 30)

Internationaler Literaturpreis: Das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen vergeben zum zweiten Mal den Internationalen Literaturpreis  für zeitgenössische Erzählliteratur in deutscher Erstübersetzung. Jetzt steht die Shortlist für den mit 35.000 Euro dotierten Preis.
„SZ“ (S. 14)

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    Bastei Lübbe
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