Bertelsmann-Bashing per Buch

Im „Handelsblatt“ setzt sich Hans-Peter Siebenhaar mit der Bertelsmann-Kritik von Thomas Schuler auseinander. Dessen Buch „Bertelsmann Republik Deutschland“ berichtet von Intoleranz, mangelnder Kritikfähigkeit und politischer Einflussnahme.

Nach Meinung Schulers ist die Stiftung, die 77,4 Prozent an der Bertelsmann AG hält, keine gemeinnützige Einrichtung mehr. Sie diene mit ihrem Netz in Politik und Wirtschaft vor allem den Konzerninteressen.

Diese Kritik sei gefährlich für die Gütersloher, meint Siebenhaar. Denn der Münchener Autor beschädige das einst hohe Ansehen und gefährde den steuerlichen Vorteil der Gemeinnützigkeit. Seit Jahren kämpfe die Bertelsmann-Eignerfamilie Mohn mit einer wachsenden Kritik aus dem Gewerkschaftslager. Viele Arbeitnehmervertreter verzeihen ihr die Mitarbeit am umstrittenen Hartz-IV-Gesetz nicht.

Stiftungschef Gunter Thielen und Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn hätten das Gespräch mit Schuler abgelehnt – und sich mit ihrer Verweigerungshaltung einen Bärendienst erwiesen.

In der „Frankfurter Rundschau“ legt Schuler heute nach: An der Universitätskarriere von Brigitte Mohn könne man sehen, wie ihr Vater Reinhard Mohn mit der Bertelsmann Stiftung „auch sich und seine Familie beschenkt“ habe, ätzt der Autor.

„Handelsblatt“ (S. 57), fr-online.de

BÜCHER & AUTOREN

Tony Blair: Eine Gruppe von Autoren hat die Buchhandlungskette Waterstones aufgefordert, die für den 8. September angesetzte Signierstunde von Blair abzusagen. In einem Leserbrief an den „Guardian“ argumentieren sie, dass die Buchhandlung ihrem Ruf ernsthaft schade, wenn sie dem einstigen Premier helfe, sein Buch zu bewerben.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31)

Goethe: Das Weimarer Nationalmuseum präsentiert seine „Farbenlehre“.
tagesspiegel.de

Lars Gustafsson: Der schwedische Schriftsteller ist aus der Piratenpartei ausgetreten.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31)

Christopher Hitchens: Über den Journalisten und Autoren.
fr-online.de

Frank Kermode: Zum Tod des Anglisten und Kritikers.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 12), tagesspiegel.de

ONLINE

Facebook: Der neue Dienst „Places“ zeigt an, an welchem Ort sich die Nutzer aufhalten.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 20), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 13), „Handelsblatt“ (S. 18)

MEDIEN & MÄRKTE

Axel Springer: Die „Bild“-Zeitung hat sich zu einer Marke entwickelt, mit der inzwischen fast alles verkauft werden kann. Nun kämpft das Blatt um die Anerkennung der Intellektuellen.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 20)

Constantin Film: Dem Medienkonzern von Leo Kirch fehlen die Kinoschlager. Künftig sollen 3D-Filme für neuen Schwung sorgen, doch die Konkurrenz ist stark.
„Handelsblatt“ (S. 26)

Games 1: Ein Bericht von der Messe Gamescom.
tagesspiegel.de

Games 2: Die Deutschen nutzen kaum Download-Angebote, sondern kaufen lieber im Elektronikmarkt um die Ecke.
welt.de

SZENE

Deutscher Fernsehpreis: Sender und Kreative streiten am 9. Oktober zum zwölften Mal um die Auszeichnung.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 15)

Hitler-Bild: Die „Bild“-Zeitung empört sich, weil in einem „Donald Duck“-Comic eine Hitler-ähnliche Figur vorkommt – am Rande bei Donalds Aufenthalt in der „Superschurkenschule“.
bild.de

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