Ferdinand von Schirach

Der Berliner Anwalt und Srafverteidiger Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er. Sein literarisches Debüt „Verbrechen“ hat die Leser im deutschsprachigen Raum begeistert und bewegt, wie es Büchern nur ganz selten gelingt. Nun legt von Schirach nach: Im August erscheint sein Erzählungsband „Schuld“ (Piper, 208 Seiten, geb., 17,95 €). Mit bohrender Intensität und in seiner unvergleichlichen lyrisch-knappen Sprache stellt er leise, aber bestimmt die Frage nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld und nach der moralischen Verantwortung jedes einzelnen Menschen.  
Ferdinand von Schirach war im April mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 21. November in Berlin übergeben.

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