Der Preis für E-Books muss sinken


Kindle, Nook und Co. werden billiger. Nachdem zuerst Barnes & Noble sein Lesegerät drastisch reduziert hatte, folgte Amazons Kindle, beide wurden um über 25 Prozent im Preis gesenkt. Borders’ Kobo-Reader kostet nur noch 149 Dollar. Der Erfolg von Apples iPad habe zu einem heftigen Preiskampf auf dem Markt für Lesegeräte geführt. In Deutschland blieben E-Books jedoch weiterhin in der Nische, wie das „Handelsblatt“ feststellt. Einige Verlage ließen sich jedoch ihre Zuversicht in dieser Hinsicht nicht nehmen, vor allem das Firmengeschäft erhalte mehr Bedeutung, erwarte zum Beispiel Campus. Ob E-Books irgendwann ein Erfolg würden, hänge weiterhin davon ab, ob der Preis für die Inhalte sinke. 40 Prozent der Titel kosteten nach einer Umfrage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gleich viel oder sogar mehr als das gedruckte Buch.
„FAZ“ (S. 12), „FTD“ (S. 8), „Handelsblatt“ (S. 26), fr-online.de, buchreport.de

VERLAGE


Morde in Südafrika: Die „SZ“ bemängelt, dass deutsche Verlage passend zur Fußball-WM reihenweise möglichst blutrünstige Kriminalromane in Auftrag gegeben hätten, die ein monströses Zerrbild von Südafrika zeigten.
„SZ“ (S. 11)

BÜCHER & AUTOREN


Bogdan Bogdanovic: Der am letzten Freitag verstorbene serbische Architekt und Schriftsteller bleibt in den Feuilletons. Der „Tagesspiegel“ würdigt den „Querdenker“.
tagesspiegel.de

Daniel Kehlmann: Der deutsche Schriftsteller erhält für „Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten“ (Rowohlt, 18,90 Euro) den mit 20.000 Euro dotierten französischen Prix Cévennes für den besten europäischen Roman.
„FAZ“ (S. 35)

Carlos Monsiváis: Heute ehrt die „taz“ den mexikanischen Journalisten und Schriftsteller, der am letzten Samstag starb. Es gäbe kaum ein Thema des politischen, kulturellen oder alltäglichen Lebens in Mexiko, dem er sich nicht gewidmet habe.
taz.de

MEDIEN & MÄRKTE


Buchproduktion: Die „SZ“ stellt in der Serie „Unsere Marktführer“ jene Firmen vor, die auf ihrem Geschäftsfeld zu den größten drei der Welt zählen. Heute: Kolbus aus Rahden, führend bei Buchbindereimaschinen.
„SZ“ (S. 21)

Einzelhandel: Weiterhin liegen die Vorstellungen des Karstadt-Investors Berggruen und des Vermieterkonsortiums Highstreet weit auseinander. Das „Handelsblatt“ berichtet derweil über ein angebliches doppeltes Spiel des Betriebsrats, der „Tagesspiegel“ über Pläne zur Zerschlagung.
„FTD“ (S. 7), „Handelsblatt“ (S. 1/24), handelsblatt.com, tagesspiegel.de

SZENE


Hamburger Literaturhaus: Das Hamburger Literaturhaus hat das kleinere Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren eingeladen. Das Projekt knüpft an die reichhaltige deutschsprachige Prager Literatur von Franz Kafka bis Egon Erwin Kisch an.
welt.de

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