Mexikos Gewissen ist verstummt


Der vielseitig engagierte Schriftsteller Carlos Monsivaís galt dem „Tagesspiegel“ als Mexikos Gewissen. Nun ist er mit 72 Jahren in Mexiko-Stadt gestorben. Obwohl hoch gebildet habe seine Liebe der unendlich bunten mexikanischen Populärkultur, ihren Jargons, ihrem Essen, ihren Bräuchen gegolten. Diese Zuneigung fand ihren Ausdruck im Museo del Estanquillo, das vor vier Jahren im Zentrum von Mexiko-Stadt eröffnete. Die Geschichte der Metropole werde dort anhand von 10.000 Ausstellungsstücken aus Monsivaís’ Privatsammlung erzählt, darunter Kunstwerke, Kalender, Spiele und Fotoalben. Es gäbe kein Schlüsselwerk, für das er berühmt sei, sondern ein schier unüberschaubares Oeuvre.
tagesspiegel.de

BÜCHER & AUTOREN


Bogdan Bogdanovic: Die „NZZ“ bedauert den Tod des Architekten und Schriftstellers. Mit ihm habe Serbien einen kritischen Intellektuellen verloren, dessen kosmopolitischer Geist den Untergang des Vielvölkerstaates überdauern werde.
nzz.ch, welt.de

Gorch Fock: Der Namensgeber des Segelschulschiffes war zu seiner Zeit (1880–1916) ein Bestsellerautor, heute ist er so unbekannt wie in seiner Wertung umstritten. Eine Kieler Ausstellung folgt seinen Spuren.
welt.de

Ulla Hahn: Die Schriftstellerin erhält den mit 5000 Euro dotierten Ida Dehmel Literaturpreis 2010 für ihr Lebenswerk.
„SZ“ (S. 14)

Natascha Kampusch: schreibt ein Buch über ihre Leidenszeit als Gefangene. „3096 Tage“ wird das 220 Seiten starke Buch heißen, das am 8. September im List Verlag erscheinen wird.
bild.de

David Foster Wallace: SWR 2 sendet ein Porträt des amerikanischen Autoren.
SWR 2, 22.05 Uhr

Christa Wolf: In der Ankündigung versprechen sich Redakteure vom neuen Buch „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ Sensationelles. Deutschlandradio Kultur stellt den Roman vor.
Deutschlandradio Kultur, 19.30 Uhr

MEDIEN & MÄRKTE


Zeitungsmarkt: Der Tod des österreichischen Branchenprimus, des Verlegers Hans Dichand, könnte nach Erwartung der „FAZ“ Bewegung in den hoch konzentrierten Zeitungsmarkt der Alpenrepublik bringen.
„FAZ“ (S. 18)

Einzelhandel: Der Modekonzern Hugo Boss will bis 2015 rund die Hälfte des Umsatzes mit eigenen Modegeschäften und im Onlinehandel erzielen. Das sei profitabler als das Geschäft mit dem Großhandel.
„Handelsblatt“ (S. 21)

SZENE


Literaturarchiv: Die „FAZ“ wirft einen Blick auf eine kleine Ausstellung im Marbacher Literaturarchiv, die einen winzigen Ausschnitt aus der Geschichte des Suhrkamp Verlages zeigt.
„FAZ“ (S. 36)

Journalismus: Das iPad verändere, wie zuvor das Internet, den Journalismus. Eines aber bleibe: die Notwendigkeit, Geschichten mit Staub und Blut zu erzählen, versucht Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur des „Spiegel“, die „FAZ“ zu überzeugen.
„FAZ“ (S. 37)

Jugendliteratur: Eine Tagung in der Evangelischen Akademie in Tutzing beschäftigt sich mit dem Stand der Jugendliteratur unter dem Thema „Extreme – Jugendliteratur ohne Tabus?“.
„SZ“ (S. 12)

US-Büchermarkt: Die Amerikaner wenden sich von ihren einsamen Detektiven ab und verschlingen stattdessen lieber sozialdemokratische Schwedenkrimis. Die US-Verlage suchen händeringend nach Autoren.
welt.de

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28.11.2016
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