Die Vermessung der Buchwelt

 

In der weltweiten Buchindustrie hat sich an der Oberfläche wenig getan, aber im Detail der aktuellen Neuauflage des Livres Hebdo/buchreport-Rankings „Die weltgrößten Buchkonzerne“ werden Wirtschaftskrise und Medienwandel auch in der Entwicklung der Buchbranche erkennbar.

Die Vermessung der globalen Verlagsszene zeigt eine Buchverlagslandschaft im Übergang, deren Unternehmen den Spagat zwischen Print und Digitalisierung üben und dabei ein immer breiteres Spektrum an Medienformaten, Inhalten und Dienstleistungen abdecken.

Insgesamt 50,45 Mrd Euro haben die 50 im Ranking „Die weltgrößten Buchkonzerne“ berücksichtigten Unternehmen im vergangenen Jahr addiert umgesetzt. Rein rechnerisch ist das ein Rückgang gegenüber 2008 von einem Prozent, der durchaus in die aktuelle Landschaft passt.

30 Verlagsgruppen haben 2009 einen höheren Umsatz erwirtschaftet, zehn sogar zweistellig. 16 Unternehmen blieben hinter dem Vorjahr zurück. Den stärksten Rückgang meldeten Houghton Mifflin Harcourt (minus 20% gegenüber dem Vorjahr), HarperCollins (minus 16%) und RCS Libri (minus 16%). Rechnerisch bildet zwar die britische Fachinformationsgruppe Informa mit einem Umsatzminus von 29% das Schlusslicht, das sich jedoch durch eine Neuaufteilung und Umstrukturierung der Geschäftsfelder erklärt.

Angeführt wird das Ranking von der britischen Pearson Gruppe (Pearson Education, Penguin), Reed Elsevier (NL/GB) und Thomson Reuters (CAN/USA). Zehn Verlagsgruppen aus Deutschland haben den Sprung in die Top 50 geschafft. Neben Bertelsmann (5) sind die Verlagsgruppe von Holtzbrinck (10), Springer Science + Business Media (18), Klett (29), Cornelsen (30), Westermann (41), Weka (45), Haufe (47), MairDumont (48) und Weltbild (49) platziert.

Das ausführliche Ranking mit Analysen und Porträts der weltgrößten Buchunternehmen wird im buchreport.magazin Juli präsentiert. buchreport veröffentlicht das Ranking zum zehnten Mal, seit 2007 im internationalen Verbund. Das Livres Hebdo/buchreport-Ranking wird parallel auch von den Publishers Weekly (USA) und The Bookseller (GB) veröffentlicht; es wurde zusammengestellt von Rüdiger Wischenbart Content and Consulting.

Als Verlagsgeschäft sind erfasst: Das Verlegen von Büchern und Fachzeitschriften, Buchklub-Aktivitäten, buchverwandtes elektronisches Publizieren einschließlich Datenbanken im Wissenschaftsbereich und in der Fachinformation. Das Verlagsgeschäft mit Zeitungen und populären Zeitschriften ist nicht berücksichtigt.

Ranking der fünfzehn größten Buchkonzerne weltweit (Kategorien: Rang, Verlag, Umsatz 2009 in Mio Euro, Veränderung ggü. Vorjahr)

Rang

Unternehmensgruppe

Umsätze 2009
in Mio Euro

Veränderung ggü. Vorjahr

1

Pearson

5.289,82

+4,9%

2

Reed Elsevier

5.024,34

+9,6%

3

ThomsonReuters

3.812,59

+9,4%

4

Wolters Kluwer

3.425,00

+1,5%

5

Bertelsmann

2.969,00

–0,4%

6

Hachette Livre

2.273,00

+5,3%

7

Grupo Planeta

1.804,00

+2,5%

8

McGraw-Hill

1.665,50

–7,2%

9

De Agostini Editore

(1.559,00)

Umsatz 2008

10

Holtzbrinck

(1.369,00)

Umsatz 2008

11

Cengage Learning

1.365,60

+18,6%

12

Scholastic

1.289,58

–14%

13

Wiley

1.123,59

–1,3%

14

Houghton Mifflin Harcourt

1.115,92

–20%

15

Shueisha

1.010,00

+12%

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