Ein Autor im Abseits

Die „Süddeutsche Zeitung“ fragt sich, wieso der „grandiose“ Schriftsteller Fritz-Rudolf Fries derart in Vergessenheit geraten konnte und geht auf Spurensuche. 1966, zu DDR-Zeiten, habe er mit „Der Weg nach Oobliadooh“ einen mythischen Debütroman veröffentlicht, der aus der Retrospektive noch weniger als damals als Produkt der DDR vorstellbar sei. Lange Zeit hätten sich die westdeutschen Feuilletons um ihn gerissen, doch das sei vorbeigewesen, nachdem bekannt wurde, dass Fries von der Stasi als IM geführt wurde. Sei Fall sei ein Lehrstück für das Verhältnis von Medien, Ästhetik und Moral. Der Autor habe im Umgang mit den Medien alles falsch gemacht und dabei viel Sympathien verscherzt. Es sei absurd: Einer der wenigen herausragenden deutschen Schriftsteller der letzten 50 Jahre befinde sich im absoluten Abseits.

„SZ“ (S. 14)

VERLAGE

Suhrkamp: Der Verlag hat in Berlin einen temporären Laden für seine „edition suhrkamp“ eröffnet, der bis Ende Juli geöffnet sein wird.
SPIEGEL (S. 106)

BÜCHER & AUTOREN

Jeffrey Deaver: Der amerikanische Schriftsteller schreibt an einem neuen James-Bond-Roman. Das Buch mit dem Arbeitstitel „Project X“ soll zum Todestag des Bond-Erfinders Ian Fleming im Mai 2011 erscheinen.
focus.de

Henning Mankell: Der schwedische Krimiautor ist unter den rund 700 Aktivisten, die Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen wollen.
„SZ“ (S. 7)

Bettina Röhl: Die Publizistin schreibt im „Spiegel“ über ihre Eltern, den Mythos Ulrike Meinhof und die sexuellen Übergriffe ihres Vaters Klaus Rainer Röhl.
SPIEGEL (S. 120)

MEDIEN & MÄRKTE

Einzelhandel: Die drei Bieter Berggruen, Highstreet und Triton haben dem Karstadt-Gläubigerausschuss ihre Angebote präsentiert. Bis zum 9. Juni, dem Jahrestag der Insolvenz, soll ein Kandidat ausgewählt sein.
„FAZ“ (S. 15), „SZ“ (S. 17/20), „FTD“ (S. 3/25), „Handelsblatt“ (S. 19)

SZENE

Festival LiteraTurm: Die „FAZ“ zieht eine positive Bilanz des Frankfurter Literaturfestivals, auch wenn ausgerechnet der letzte Abend zu einer Enttäuschung geraten sei. Die „FR“ berichtet vom Diskurs zum Thema „Radikal gegenwärtig – Der zeitdiagnostische Roman“.
„FAZ“ (S. 27), fr-online.de

Comicsalon Erlangen: Branchenfest und Leistungsschau in einem. Dieses Jahr widmet sich der Comicsalon den ganz großen Themen: Gott und Schöpfung, Mord und Mauerfall, Sex und Drogen.
spiegel.de

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